Ein paar Begriffe, die in den Belegen vorkommen: RT und RET heißen Krafttraining, ET Ausdauertraining, PA Bewegung; RMR ist der Ruheumsatz, FFM die fettfreie Masse, LMM die Magermasse, SMM der Skelettmuskel; hypertrophy heißt Muskelwachstum. Self-efficacy ist die Selbstwirksamkeit, die Zuversicht, etwas zu schaffen; self-esteem und self-worth heißen Selbstwert, body image Körperbild; habit heißt Gewohnheit, intention Absicht, identity Selbstbild; lapse ist ein Ausrutscher, relapse ein Rückfall; ego depletion heißt erschöpfte Willenskraft. Randomisiert heißt: Das Los entschied über die Gruppe; vorab registriert oder angemeldet heißt: Die Auswertung stand fest, bevor es Daten gab. Eine Meta-Analyse wertet viele Studien gemeinsam aus. g, d und SMD geben an, wie groß ein Unterschied ist – um 0,2 gilt als klein, um 0,5 als mittel, ab 0,8 als groß; β ist ein Gewicht, wie stark ein Faktor etwas vorhersagt; r misst einen Zusammenhang zwischen −1 und 1, OR ist ein Chancenverhältnis. CI ist der Vertrauensbereich, in dem der wahre Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt. P ist ein Maß dafür, wie gut ein Befund gegen Zufall abgesichert ist; unter 0,05 gilt er als gesichert. Die Kurzfassung ist der Überblick am Anfang einer Studie.
1Bull FC, Al-Ansari SS, Biddle S und 27 weitere (2020). World Health Organization 2020 guidelines on physical activity and sedentary behaviour. British Journal of Sports Medicine 54(24):1451–1462.
DOI 10.1136/bjsports-2020-102955 · PMID 33239350 · PMC7719906
Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), erarbeitet von einem Gremium aus Fachleuten auf Grundlage systematischer Übersichten. Für Erwachsene laut Volltext: „Beyond aerobic physical activity, additional health benefits will occur through participation in muscle-strengthening activities at moderate or greater intensity on 2 or more days a week, a strong recommendation supported by moderate-certainty evidence. There was no evidence to support a dose-response association with higher volumes of muscle-strengthening activities.“ Dazu laut Kurzfassung „150-300 min of moderate-intensity, or 75-150 min of vigorous-intensity physical activity“ pro Woche. Ältere ab 65 zusätzlich: „varied multicomponent physical activity at moderate or greater intensity on 3 or more days a week in order to enhance functional capacity and prevent falls“, mit Schwerpunkt auf „functional balance and strength training“. Laut Kurzfassung bekräftigt die Leitlinie, „that some physical activity is better than none, that more physical activity is better for optimal health outcomes“; außerdem: „The guidelines recommend regular muscle-strengthening activity for all age groups.“ Den Wortlaut der Empfehlung nennt die Seite „Physical activity“ der WHO (
who.int/initiatives/behealthy/physical-activity, abgerufen am 28.10.2026), für Erwachsene von 18 bis 64: „Muscle-strengthening activities should be done involving major muscle groups on 2 or more days a week.“ Ab 65: „Muscle-strengthening activities should be done involving major muscle groups, 2 or more days a week.“
Einschränkung: eine Empfehlung für die Gesundheit, keine eigene Studie; die Sicherheit der Daten zum Krafttraining stuft das Gremium als mittel ein. Erst- und Letztautorin arbeiten bei der WHO. Geldgeber und Interessenkonflikte standen nicht im gelesenen Volltext.
2Buyalskaya A, Ho H, Milkman KL, Li X, Duckworth AL, Camerer C (2023). What can machine learning teach us about habit formation? Evidence from exercise and hygiene. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 120(17):e2216115120. Berichtigt in: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 120(34):e2312763120.
DOI 10.1073/pnas.2216115120 · PMID 37068252 · PMC10151500 · Berichtigung: DOI 10.1073/pnas.2312763120 · PMID 37590420 · PMC10450439
Besuchsdaten von 30.110 Menschen einer großen US-Fitnesskette aus den Jahren 2006 bis 2019 (62 Prozent Frauen, die Hälfte jünger als 34 Jahre). Als Gewohnheit galt der Punkt, an dem die Besuche gut vorhersagbar wurden; geschätzt wurde das für Gruppen mit ähnlich viel Daten, nicht für einzelne Menschen („This procedure did not work reliably at the individual level“), und nur dort, wo das Rechenmodell gut passte. Bis dahin vergingen laut der Berichtigung 68 bis 78 Tage, also rund zwei bis drei Monate; die zuerst veröffentlichte Angabe von 122 bis 226 Tagen haben die Autoren zurückgenommen. Beim Händewaschen im Krankenhaus reichten wenige Wochen. Stärkste Vorhersage: Je länger der letzte Besuch zurücklag, desto unwahrscheinlicher der nächste (bei 76 Prozent der Ausgewerteten); wer an bestimmten Wochentagen gekommen war, kam an diesen eher wieder (bei 69 Prozent).
Einschränkung: ausgewertet nur Menschen mit mindestens einem Jahr Daten – wer früher aufhörte, fehlt; keine Auslosung. Die Zusammenhänge zeigen laut den Autoren nur die Richtung, ohne statistische Absicherung. Die Daten stellte die Fitnesskette zur Verfügung. Volltext und Berichtigung gelesen. Geldgeber laut Volltext Stiftungen und Hochschulinstitute, dazu laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH; die Autoren erklären keine Interessenkonflikte.
3Sperandei S, Vieira MC, Reis AC (2016). Adherence to physical activity in an unsupervised setting: explanatory variables for high attrition rates among fitness center members. Journal of Science and Medicine in Sport 19(11):916–920.
DOI 10.1016/j.jsams.2015.12.522 · PMID 26874647
Ein Fitnessstudio in Rio de Janeiro; Daten von 5.240 Neuanmeldungen aus den Jahren 2005 bis 2014, jeweils zwölf Monate lang oder bis zur Kündigung verfolgt. 63 Prozent gaben vor dem dritten Monat auf; die vollen zwölf Monate durchgehend aktiv blieben weniger als 4 Prozent.
Einschränkung: ein Studio, ein Land, Neuanmeldungen übers ganze Jahr verteilt; gezählt wurde das Ende der Mitgliedschaft, nicht, ob jemand noch trainierte. Zur Art der Verträge steht in der Kurzfassung nichts. Geprüft an der Kurzfassung.
4Moritani T, deVries HA (1979). Neural factors versus hypertrophy in the time course of muscle strength gain. American Journal of Physical Medicine 58(3):115–130.
PMID 453338 · keine DOI in PubMed
Trainingsstudie mit 7 jungen Männern und 8 Frauen, 8 Wochen Krafttraining der Armbeuger mit Gewichten, der andere Arm blieb untrainiert. „neural factors accounted for the larger proportion of the initial strength increment and thereafter both neural factors and hypertrophy took part in the further increase in strength, with hypertrophy becoming the dominant factor after the first 3 to 5 weeks.“
Einschränkung: 15 Personen, ein Muskel; die Aufteilung in „Nerven“ und „Wachstum“ beruht auf einer Schätzmethode, deren Einzelheiten ich nicht geprüft habe. Nur Kurzfassung gelesen.
5Škarabot J, Brownstein CG, Casolo A, Del Vecchio A, Ansdell P (2021, online 2020). The knowns and unknowns of neural adaptations to resistance training. European Journal of Applied Physiology 121(3):675–685.
DOI 10.1007/s00421-020-04567-3 · PMID 33355714 · PMC7892509
Erzählende Übersicht. „The initial increases in force production with resistance training are thought to be primarily underpinned by neural adaptations. This notion is firmly supported by evidence displaying motor unit adaptations following resistance training; however, the precise locus of neural adaptation remains elusive.“ Motor units, motorische Einheiten, sind je eine Nervenzelle mit ihren Muskelfasern.
Einschränkung: keine systematische Suche; mehrere Mitautoren haben selbst Studien zu motorischen Einheiten verfasst, die die Übersicht zitiert.
6Seynnes OR, de Boer M, Narici MV (2007, online 2006). Early skeletal muscle hypertrophy and architectural changes in response to high-intensity resistance training. Journal of Applied Physiology 102(1):368–373.
DOI 10.1152/japplphysiol.00789.2006 · PMID 17053104
7 junge Gesunde, 35 Tage beidbeiniges Beinstrecken an einem Schwungrad-Gerät, dreimal pro Woche; Kernspin. Querschnitt des vorderen Oberschenkelmuskels nach 20 Tagen +3,5 und +5,2 Prozent an zwei Messstellen, nach 35 Tagen +6,5 und +7,4 Prozent; Maximalkraft +38,9 Prozent. Schluss der Autoren: Muskelwachstum trägt früher zum Kraftzuwachs bei als bis dahin angenommen.
Einschränkung: 7 Personen; Wassereinlagerung wurde nicht erfasst; Schwungrad-Gerät statt Hanteln.
7DeFreitas JM, Beck TW, Stock MS, Dillon MA, Kasishke PR (2011). An examination of the time course of training-induced skeletal muscle hypertrophy. European Journal of Applied Physiology 111(11):2785–2790.
DOI 10.1007/s00421-011-1905-4 · PMID 21409401
25 bewegungsarme Männer, 8 Wochen intensives Krafttraining; Oberschenkelquerschnitt jede Woche per Computertomografie. Schon nach zwei Einheiten +3,46 Prozent – laut Autoren womöglich Schwellung; der nächste gesicherte Anstieg folgte in Woche 3, die statische Maximalkraft stieg erst ab Woche 4 gesichert. Nach 8 Wochen +9,6 Prozent. Schluss der Autoren: echtes Wachstum wahrscheinlich etwa ab Woche 3 bis 4.
Einschränkung: nur Männer; Querschnitt des ganzen Oberschenkels, keine Gewebeproben. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
8Damas F, Phillips SM, Lixandrão ME, Vechin FC, Libardi CA, Roschel H, Tricoli V, Ugrinowitsch C (2016, online 2015). Early resistance training-induced increases in muscle cross-sectional area are concomitant with edema-induced muscle swelling. European Journal of Applied Physiology 116(1):49–56.
DOI 10.1007/s00421-015-3243-4 · PMID 26280652
10 untrainierte junge Männer, 10 Wochen; Ultraschall des äußeren Oberschenkelmuskels. Querschnitt in Woche 3 rund +2,7 Prozent, in Woche 10 rund +10,4 Prozent. Die Echo-Helligkeit, ein Hinweis auf Wassereinlagerung, war – auf den Querschnitt bezogen – nur in Woche 3 erhöht, ebenso Schadensmarker im Blut. Schluss der Autoren: Die frühe Zunahme sei „not purely hypertrophy“, die Schwellung „may account for a large proportion of the increase“.
Einschränkung: 10 Männer, Ultraschall; die Schwellung ist indirekt erschlossen. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
9Ahtiainen JP, Walker S, Peltonen H, Holviala J, Sillanpää E, Karavirta L, Sallinen J, Mikkola J, Valkeinen H, Mero A, Hulmi JJ, Häkkinen K (2016). Heterogeneity in resistance training-induced muscle strength and mass responses in men and women of different ages. Age (Dordrecht) 38(1):10.
DOI 10.1007/s11357-015-9870-1 · PMID 26767377 · PMC5005877
Zusammengeführte Daten früherer finnischer Trainingsstudien mit untrainierten, gesunden Männern und Frauen von 19 bis 78 Jahren (287 Trainierende, 72 Kontrollpersonen). Muskelgröße im Mittel +4,8 Prozent (−11 bis +30), Kraft +21,1 Prozent (−8 bis +60). Alter und Geschlecht beeinflussten die Reaktion nicht. Gemessen an der Schwankung der Kontrollgruppen legten 29 Prozent kaum Muskelgröße und 7 Prozent kaum Kraft zu.
Einschränkung: nachträglich zusammengeführte Daten mehrerer Studien; ob die 72 Kontrollpersonen in den 287 enthalten sind, habe ich nicht geprüft. Volltext nicht gelesen. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
10Schoenfeld BJ, Grgic J, Ogborn D, Krieger JW (2017). Strength and hypertrophy adaptations between low- vs. high-load resistance training: a systematic review and meta-analysis. Journal of Strength and Conditioning Research 31(12):3508–3523.
DOI 10.1519/JSC.0000000000002200 · PMID 28834797
Auswertung von 21 Studien, leichte (bis 60 Prozent des Maximums) gegen schwere Lasten, alle Sätze bis zum Muskelversagen. „maximal strength benefits are obtained from the use of heavy loads while muscle hypertrophy can be equally achieved across a spectrum of loading ranges.“
Einschränkung: gilt für Sätze bis zum Versagen; Teilnehmerzahl nicht geprüft. Zwei Autoren laut PubMed bei Firmen für Forschung und Trainingsinformation (Ogborn Research & Consulting, Weightology LLC) – ein möglicher Interessenkonflikt.
11Currier BS, D'Souza AC, Singh MAF, Lowisz CV, Rawson ES, Schoenfeld BJ, Smith-Ryan AE, Steen JP, Thomas GA, Triplett NT, Washington TA, Werner TJ, Phillips SM (2026). American College of Sports Medicine Position Stand. Resistance training prescription for muscle function, hypertrophy, and physical performance in healthy adults: an overview of reviews. Medicine and Science in Sports and Exercise 58(4):851–872.
DOI 10.1249/MSS.0000000000003897 · PMID 41843416 · PMC12965823
Empfehlung des American College of Sports Medicine (ACSM), einer US-Fachgesellschaft für Sportmedizin; Überblick über 137 Übersichtsarbeiten mit gesunden Erwachsenen. „voluntary strength was enhanced by lifting heavier loads (≥80% one-repetition maximum)“; „Training to momentary muscle fatigue … did not consistently impact training outcomes.“ Laut Volltext: Versagen „is not necessary for benefits to occur“, womöglich „inadvisable for certain populations (e.g., older individuals)“; ausreichend seien „near-failure“ oder 2 bis 3 Wiederholungen Reserve; Muskelwachstum mit Lasten von 30 bis 100 Prozent ähnlich.
Einschränkung: Übersicht über Übersichten, nur gesunde Erwachsene; viele zugrunde liegende Studien klein. Ohne Förderung für die Arbeit; ein Autor saß früher im wissenschaftlichen Beirat eines Herstellers von Fitnessgeräten (Tonal), laut Volltext.
12Morton RW, Murphy KT, McKellar SR und 8 weitere (2018, online 2017). A systematic review, meta-analysis and meta-regression of the effect of protein supplementation on resistance training-induced gains in muscle mass and strength in healthy adults. British Journal of Sports Medicine 52(6):376–384.
DOI 10.1136/bjsports-2017-097608 · PMID 28698222 · PMC5867436
49 randomisierte Studien mit 1.863 gesunden Erwachsenen, Krafttraining über mindestens 6 Wochen. Eiweiß zusätzlich: fettfreie Masse +0,30 kg (0,09 bis 0,52), bei Krafttrainierten 0,75 kg mehr als bei Untrainierten. Laut Volltext: „RET alone … resulted in an increase in FFM (1.1±1.2 kg)“; „break point=1.62 (1.03, 2.20) g/kg/day … despite not being statistically significant (p=0.079)“; „it may be prudent to recommend ~2.2 g protein/kg/d for those seeking to maximise resistance training-induced gains in FFM“. Die Eiweißzufuhr lag zu Beginn im Mittel bei „~1.4 g protein/kg/day“. Zum Zeitpunkt: „the specifics of protein supplementation (eg, timing, postexercise protein dose or protein source) play a minor, if any, role in determining RET-induced gains in FFM and strength over a period of weeks“.
Einschränkung: Der Knick, ab dem mehr Eiweiß nichts mehr dazubrachte, war statistisch nicht gesichert; mit dem Alter wurde der Zusatzeffekt kleiner. Interessenkonflikt: Seniorautor, also Leiter der Forschungsgruppe, Stuart Phillips erhielt Forschungsgeld, Reisekosten und Vortragshonorare vom US National Dairy Council, der auch ausgewertete Studien unterstützt hat (Europe PMC, Volltext). Zwei Mitautoren laut PubMed bei Firmen für Trainingsinformation (Bayesian Bodybuilding, Weightology LLC); in der Erklärung der Autoren steht nur der Milch-Bezug, als möglichen Interessenkonflikt ordne ich die Firmen ein.
13Holten MK, Zacho M, Gaster M, Juel C, Wojtaszewski JF, Dela F (2004). Strength training increases insulin-mediated glucose uptake, GLUT4 content, and insulin signaling in skeletal muscle in patients with type 2 diabetes. Diabetes 53(2):294–305.
DOI 10.2337/diabetes.53.2.294 · PMID 14747278
Kontrollierte Studie innerhalb derselben Person: 10 Menschen mit Typ-2-Diabetes und 7 gesunde Männer trainierten 6 Wochen dreimal pro Woche ein Bein, höchstens 30 Minuten je Einheit; das andere Bein blieb untrainiert. Gemessen mit der Klemmtechnik (Clamp) und Kathetern an beiden Beinen. „leg glucose clearance was increased in trained legs (P < 0.05) and more than explained by increases in muscle mass“; „The adaptation is attributable to local contraction-mediated mechanisms involving key proteins in the insulin signaling cascade.“
Einschränkung: klein; weil nur ein Bein trainierte, verlor der Körper kein Fett – genau das macht die Studie hier aussagekräftig. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
14Ashton RE, Tew GA, Aning JJ, Gilbert SE, Lewis L, Saxton JM (2020, online 2018). Effects of short-term, medium-term and long-term resistance exercise training on cardiometabolic health outcomes in adults: systematic review with meta-analysis. British Journal of Sports Medicine 54(6):341–348.
DOI 10.1136/bjsports-2017-098970 · PMID 29934430
Auswertung von 173 ausgelosten Studien: Krafttraining ab 2 Wochen gegen keine Bewegung oder übliche Versorgung, Erwachsene ohne Sportlerstatus. „Medium-term RET elicited reductions in fasted insulin and insulin resistance“; „The effects were greater in those with elevated cardiometabolic risk or disease compared with younger healthy adults. The quality of evidence was low or very low for all outcomes.“
Einschränkung: Wie lang „kurz“, „mittel“ und „lang“ jeweils sind, habe ich nicht geprüft. Nur Kurzfassung gelesen.
15Sigal RJ, Kenny GP, Boulé NG, Wells GA, Prud'homme D, Fortier M, Reid RD, Tulloch H, Coyle D, Phillips P, Jennings A, Jaffey J (2007). Effects of aerobic training, resistance training, or both on glycemic control in type 2 diabetes: a randomized trial. Annals of Internal Medicine 147(6):357–369.
DOI 10.7326/0003-4819-147-6-200709180-00005 · PMID 17876019
Ausgeloste Studie DARE mit 251 Erwachsenen von 39 bis 70 Jahren mit Typ-2-Diabetes, vier Gruppen: Ausdauer, Kraft, beides, keine Bewegung; dreimal pro Woche über 22 Wochen. Voraussetzung: „A negative result on a stress test or clearance by a cardiologist, and adherence to exercise during a 4-week run-in period“. HbA1c gegen die Gruppe ohne Training: −0,51 Prozentpunkte mit Ausdauer, −0,38 mit Kraft; die Kombination zusätzlich −0,46 gegenüber Ausdauer und −0,59 gegenüber Kraft. Gerechnet: Kombination gegen keine Bewegung −0,97 auf beiden Wegen. „Changes in blood pressure and lipid values did not statistically significantly differ among groups. Adverse events were more common in the exercise groups.“
Einschränkung laut Autoren: nicht verblindet, nur Teilnehmer, die vorher dabeiblieben, und die Kombigruppe trainierte insgesamt länger. Der Satz zu den HbA1c-Werten ist in der PubMed-Kurzfassung verstümmelt; die Zuordnung −0,51 = Ausdauer ergibt sich aus der Probe auf beiden Wegen. Das Intervall zu −0,38 ist dort schief angegeben (−0,72 bis −0,22). Den Volltext konnte ich nicht abrufen; Art der unerwünschten Ereignisse, Geldgeber und Interessenkonflikte nicht geprüft.
16Kanaley JA, Colberg SR, Corcoran MH, Malin SK, Rodriguez NR, Crespo CJ, Kirwan JP, Zierath JR (2022). Exercise/physical activity in individuals with type 2 diabetes: a consensus statement from the American College of Sports Medicine. Medicine and Science in Sports and Exercise 54(2):353–368.
DOI 10.1249/MSS.0000000000002800 · PMID 35029593 · PMC8802999
Konsenspapier des American College of Sports Medicine (ACSM), selbst im Volltext gelesen. „During any type of physical activity (PA), glucose uptake into active skeletal muscles increases via insulin-independent pathways.“ Die bessere Insulinwirkung hält 2 bis 72 Stunden an; deshalb Ausdauer mit „no more than two consecutive days between bouts“. „Glycemia and insulin sensitivity … are improved similarly with different modes of structured exercise training when energy expenditure is matched“. Verletzungen in Studien meist bei harten Intervallen, nicht bei moderatem Training. „In adults who are currently sedentary, medical clearance is recommended prior to participation in moderate-to high-intensity PA.“ „Glycemia and insulin sensitivity in adults with overweight/obesity and with insulin resistance, prediabetes, or T2D are improved similarly with different modes of structured exercise training when energy expenditure is matched“ – gilt also auch für die Vorstufe. „Weight loss from PA alone is generally small, although possible with 1 or more hours of daily moderate-or high-intensity exercise“. „For most individuals planning to participate in a low- to moderate-intensity PA like brisk walking, no pre-exercise medical evaluation is needed unless symptoms of CVD or microvascular complications are present.“ Unterzuckerung: „Use of select medications for T2D may increase the risk of exercise-related hypoglycemia, including insulin and insulin secretagogues (i.e., sulfonylureas and meglitinides)“.
Einschränkung: Konsens einer Fachgesellschaft, keine eigene Studie; die Tabelle mit den Zahlenempfehlungen fehlte im frei zugänglichen Teil der Arbeit. Geldgeber laut PubMed die NIH und Stellen außerhalb der US-Regierung; Interessenkonflikte nicht geprüft.
17Edwards JJ, Deenmamode AHP, Griffiths M, Arnold O, Cooper NJ, Wiles JD, O'Driscoll JM (2023). Exercise training and resting blood pressure: a large-scale pairwise and network meta-analysis of randomised controlled trials. British Journal of Sports Medicine 57(20):1317–1326.
DOI 10.1136/bjsports-2022-106503 · PMID 37491419
Auswertung von 270 ausgelosten Studien mit 15.827 Teilnehmern, Training über mindestens 2 Wochen gegen Kontrollgruppen. Blutdruck oben/unten: „aerobic exercise training (-4.49/-2.53 mm Hg, p<0.001), dynamic resistance training (-4.55/-3.04 mm Hg, p<0.001), combined training (-6.04/-2.54 mm Hg, p<0.001), high-intensity interval training (-4.08/-2.50 mm Hg, p<0.001) and isometric exercise training (-8.24/-4.00 mm Hg, p<0.001)“. Wirksamste Einzelübung für den oberen Wert: der isometrische Wandsitz.
Einschränkung: sehr verschiedene Studien und Teilnehmer; den Anteil mit Bluthochdruck nennt die Kurzfassung nicht. Ob die Halteübungen hier auf wenigen Studien beruhen, ist ohne Volltext nicht prüfbar. Laut Verlagsseite keine Förderung für die Arbeit und keine Interessenkonflikte – von mir nicht selbst nachgelesen.
18Cornelissen VA, Smart NA (2013). Exercise training for blood pressure: a systematic review and meta-analysis. Journal of the American Heart Association 2(1):e004473.
DOI 10.1161/JAHA.112.004473 · PMID 23525435 · PMC3603230
Auswertung von 93 ausgelosten Studien mit 5.223 Erwachsenen. Oberer Wert gesenkt nach Ausdauer (−3,5 mmHg), Krafttraining mit Bewegung (−1,8) und Halteübungen (−10,9), nicht nach Kombination; unterer Wert nach allen vier Formen. Bei Bluthochdruck senkte Ausdauer um „−8.3 … /−5.2 … mm Hg“, bei normalem Blutdruck kaum. Krafttraining mit Bewegung bei Bluthochdruck laut Volltext oben +0,47 und unten −1,0 mmHg, beides nicht gesichert, aus nur 4 Studiengruppen; bei leicht erhöhtem Blutdruck wirkte es tendenziell am stärksten, nicht gesichert. Die Autoren: „it may be prudent to prescribe endurance training rather than dynamic resistance training for the hypertensive individual if lower BP is desired“. Halteübungen: „Data from a small number of isometric resistance training studies“; laut Einleitung früher mit überschießendem Blutdruckanstieg in Verbindung gebracht („exaggerated hypertensive responses“).
Einschränkung: Suche bis Februar 2012; wenige Studien zu Halteübungen und zu Krafttraining bei Bluthochdruck. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung; Interessenkonflikte nicht geprüft.
19MacDonald HV, Johnson BT, Huedo-Medina TB, Livingston J, Forsyth KC, Kraemer WJ, Farinatti PTV, Pescatello LS (2016). Dynamic Resistance Training as Stand-Alone Antihypertensive Lifestyle Therapy: A Meta-Analysis. Journal of the American Heart Association 5(10):e003231.
DOI 10.1161/JAHA.116.003231 · PMID 27680663 · PMC5121472
Auswertung von 64 kontrollierten Studien (82 % davon ausgelost) mit 71 Trainingsgruppen; 2.344 Teilnehmer laut Tabelle 1 (1.305 Training, 1.039 Kontrolle; in der Diskussion 2.374), im Mittel 47 Jahre alt, übergewichtig, meist mit leicht erhöhtem Blutdruck, rund 15 % mit Blutdrucksenkern. Krafttraining mit Bewegung an 2,8 Tagen pro Woche über rund 14 Wochen bei mittlerer Last. Insgesamt sank der Blutdruck gegen Kontrolle um 3,0 zu 2,1 mmHg. Im Modell mit mehreren Einflussgrößen (Volltext, Tabellen 3 und 4): bei Bluthochdruck oben −5,7 mmHg (95-%-Vertrauensbereich −9,0 bis −2,7; 14 Gruppen), unten −5,2 (−8,4 bis −1,9); bei leicht erhöhtem Blutdruck −3,0 zu −3,3, bei normalem 0,0 zu −0,9 (im Ergebnistext −1,0). Gruppen mit Blutdrucksenkern: oben −0,4 (−3,8 bis 3,0), unten −1,2 (−3,4 bis 1,0), beides nicht gesichert; die Autoren: „should be interpreted with caution“, weil nur rund 15 % Blutdrucksenker nahmen und ein Drittel der Studien dazu nichts angab. Zugleich nennen sie Einzelstudien, in denen Training und Blutdrucksenker sich verstärkten („reported by some, but not all, studies“); laut Einleitung sank der Druck in Einzelstudien auch bei gut eingestelltem Bluthochdruck deutlich. Die Autoren nennen die Studienlage „of only fair‐to‐moderate quality“; Krafttraining „should be further investigated“ als eigenständige Behandlung bei Bluthochdruck.
Einschränkung: Vergleich zwischen Studien, nicht innerhalb derselben Menschen; Studien ohne Angabe zu Blutdrucksenkern (22) sind der Gruppe ohne Blutdrucksenker zugeschlagen; die besser gemachten Studien zeigten beim unteren Wert kaum eine Senkung (−0,3 mmHg, nicht gesichert). Geldgeber: University of Connecticut (Forschungsförderung und Institut InCHIP), ein Autor vom brasilianischen Forschungsrat CNPq; Interessenkonflikte laut Volltext keine.
20Kemmler W, Shojaa M, Kohl M, von Stengel S (2020). Effects of different types of exercise on bone mineral density in postmenopausal women: a systematic review and meta-analysis. Calcified Tissue International 107(5):409–439.
DOI 10.1007/s00223-020-00744-w · PMID 32785775 · PMC7546993
Auswertung kontrollierter Studien über mindestens 6 Monate mit Frauen nach den Wechseljahren, 84 Trainingsgruppen: Belastung durch das Körpergewicht, Krafttraining, beides. Standardisierte Mittelwertdifferenzen an der Lendenwirbelsäule 0,40 (Kraft), 0,26 (Körpergewicht), 0,42 (beides); am Schenkelhals 0,27, 0,37, 0,35; an der Hüfte 0,51, 0,40, 0,34. „we provided further evidence for the favorable effect of exercise on BMD largely independent of the type of exercise.“
Einschränkung: Knochendichte, keine Brüche; große Unterschiede zwischen den Studien; die Autoren halten Auswertungen für ein zu grobes Werkzeug, um daraus Empfehlungen abzuleiten. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung; Interessenkonflikte nicht geprüft.
21Watson SL, Weeks BK, Weis LJ, Harding AT, Horan SA, Beck BR (2018). High-intensity resistance and impact training improves bone mineral density and physical function in postmenopausal women with osteopenia and osteoporosis: the LIFTMOR randomized controlled trial. Journal of Bone and Mineral Research 33(2):211–220.
DOI 10.1002/jbmr.3284 · PMID 28975661
Ausgeloste Studie mit 101 Frauen nach den Wechseljahren mit geringer Knochendichte, 8 Monate: zweimal pro Woche 30 Minuten beaufsichtigtes schweres Krafttraining mit Stoßbelastung (5 × 5 Wiederholungen über 85 % des Maximalgewichts) gegen leichtes Training zu Hause. Lendenwirbelsäule +2,9 % gegen −1,2 %, Schenkelhals +0,3 % gegen −1,9 %; „only one adverse event reported (HiRIT: minor lower back spasm“.
Einschränkung: „under highly supervised conditions“, sonst gesunde Frauen, Knochendichte statt Brüche. Zwei Autorinnen arbeiten laut PubMed auch bei The Bone Clinic, Brisbane; ob ein Interessenkonflikt erklärt ist, habe ich nicht geprüft. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung.
22Sardeli AV, Komatsu TR, Mori MA, Gáspari AF, Chacon-Mikahil MPT (2018). Resistance training prevents muscle loss induced by caloric restriction in obese elderly individuals: a systematic review and meta-analysis. Nutrients 10(4):423.
DOI 10.3390/nu10040423 · PMID 29596307 · PMC5946208
Systematische Übersicht mit Meta-Analyse über sechs ausgeloste Studien (zwei Veröffentlichungen derselben Studie als eine gezählt) mit adipösen, bewegungsarmen älteren Menschen, im Mittel über 57 Jahre: Kalorienreduktion mit oder ohne Krafttraining, dreimal pro Woche, 12 bis 24 Wochen; Körperzusammensetzung per DXA, einer Röntgenmessung. „RT reduced 93.5% of CR-induced LBM loss (0.819 kg [0.364 to 1.273]), with similar reduction in FBM and BM, compared with CR.“ CR heißt Kalorienreduktion, LBM Magermasse, FBM Fettmasse, BM Körpergewicht. Laut Volltext Magermasse mit Diät allein im Mittel −0,76 kg, mit Krafttraining +0,05 kg; Fett ähnlich (−3,73 gegen −3,86 kg).
Einschränkung: wenige Studien, Qualität 5 bis 7 von 9 Punkten auf der PEDro-Skala, einer Bewertung der Studiengüte; laut Autoren „a wide range of responsivity among individuals“. Laut Volltext bei Europe PMC: „The authors declare no conflict of interest.“ Geldgeber dort nicht genannt – nicht geprüft.
23Villareal DT, Aguirre L, Gurney AB, Waters DL, Sinacore DR, Colombo E, Armamento-Villareal R, Qualls C (2017). Aerobic or resistance exercise, or both, in dieting obese older adults. New England Journal of Medicine 376(20):1943–1955.
DOI 10.1056/NEJMoa1616338 · PMID 28514618 · PMC5552187
Ausgeloste Studie LITOE mit 160 Menschen ab 65 mit Adipositas, 141 bis zum Ende dabei, 6 Monate: Gewichtsprogramm plus Ausdauer, plus Krafttraining oder plus beides, dazu eine Kontrollgruppe ohne beides. „Body weight decreased by 9% in all exercise groups“. „Lean mass decreased less in the combination and resistance groups than in the aerobic group (56.5 to 54.8 kg [3% decrease] and 58.1 to 57.1 kg [2% decrease], respectively, vs. 55.0 to 52.3 kg [5% decrease])“. Kraft +19 Prozent mit Krafttraining, +4 Prozent mit Ausdauer.
Einschränkung: nur Ältere mit Adipositas; ein halbes Jahr; unerwünschte Ereignisse vor allem Verletzungen an Muskeln und Gelenken. Magermasse ist nicht gleich Muskel. Geldgeber laut Kurzfassung die US-Gesundheitsinstitute NIH; laut Volltext keine Unterstützung durch Firmen.
24Wewege MA, Desai I, Honey C, Coorie B, Jones MD, Clifford BK, Leake HB, Hagstrom AD (2022, online 2021). The effect of resistance training in healthy adults on body fat percentage, fat mass and visceral fat: a systematic review and meta-analysis. Sports Medicine 52(2):287–300.
DOI 10.1007/s40279-021-01562-2 · PMID 34536199
Auswertung von 54 ausgelosten Studien mit gesunden Erwachsenen: Krafttraining für den ganzen Körper über mindestens vier Wochen gegen kein Training. Körperfettanteil −1,46 Prozentpunkte, Fettmasse −0,55 kg; auch das Fett im Bauchraum um die Organe sank.
Einschränkung: Qualität der Studien im Mittel 9 von 15 Punkten auf einer Bewertungsskala, also mittelmäßig; die Ergebnisse hingen von der Messmethode ab. Geprüft an der Kurzfassung.
25Lopez P, Taaffe DR, Galvão DA, Newton RU, Nonemacher ER, Wendt VM, Bassanesi RN, Turella DJP, Rech A (2022). Resistance training effectiveness on body composition and body weight outcomes in individuals with overweight and obesity across the lifespan: a systematic review and meta-analysis. Obesity Reviews 23(5):e13428.
DOI 10.1111/obr.13428 · PMID 35191588 · PMC9285060
Auswertung von 114 ausgelosten Studien mit 4.184 Übergewichtigen jeden Alters, jeweils gegen Gruppen ohne Maßnahme. Laut Volltext: Krafttraining allein Fettmasse −1,0 kg, Magermasse +0,8 kg; Krafttraining mit Kalorienreduktion (5 Studien) Fettmasse −5,1 kg, Magermasse −0,2 kg, nicht gesichert.
Einschränkung: laut Volltext viele Studien mit hohem Verzerrungsrisiko; verschiedene Messmethoden; kein Vergleich mit Diät allein, laut Autoren deshalb offen, wie viel Training und Diät jeweils beitrugen; Programme im Mittel 14,6 Wochen. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft; zu Interessenkonflikten steht im Volltext keine Erklärung.
26Kovacevic A, Mavros Y, Heisz JJ, Fiatarone Singh MA (2018, online 2017). The effect of resistance exercise on sleep: a systematic review of randomized controlled trials. Sleep Medicine Reviews 39:52–68.
DOI 10.1016/j.smrv.2017.07.002 · PMID 28919335
Systematische Übersicht über 13 ausgeloste Studien. „Chronic resistance exercise improves all aspects of sleep, with the greatest benefit for sleep quality. These benefits of isolated resistance exercise are attenuated when resistance exercise is combined with aerobic exercise and compared to aerobic exercise alone. However, the acute effects of resistance exercise on sleep remain poorly studied and inconsistent.“ Die Autoren fordern weitere Studien, unter anderem bei Gruppen, die häufig schlecht schlafen.
Einschränkung: Teilnehmerzahl, Alter und Gesundheitszustand der Teilnehmer, wie oft sie trainierten und die Größe der Effekte habe ich nicht geprüft – der Volltext war nicht abrufbar. Die Kurzfassung nennt auch Wirkungen auf Angst und Depression; womöglich waren Studien mit Erkrankten dabei. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
27Craven J, McCartney D, Desbrow B, Sabapathy S, Bellinger P, Roberts L, Irwin C (2022). Effects of acute sleep loss on physical performance: a systematic and meta-analytical review. Sports Medicine 52(11):2669–2690.
DOI 10.1007/s40279-022-01706-y · PMID 35708888 · PMC9584849
Systematische Übersicht mit Meta-Analyse: 69 Arbeiten, 227 Messgrößen, 959 Teilnehmer, davon 89 Prozent Männer. Schlafverlust hieß höchstens 6 Stunden Schlaf in 24 Stunden. Leistung im Mittel aller Testarten −7,56 Prozent; „consistent negative effects only observed with deprivation and late-restriction protocols“ – late restriction heißt früher geweckt als sonst –, und „tasks performed in the AM were largely unaffected“, AM heißt vormittags; laut Volltext Kraft −2,85 Prozent, insgesamt gesichert; in den Untergruppen gesichert nur nach durchwachter Nacht und nur bei Beinübungen. Volltext gelesen.
Einschränkung: kurzfristiger, kein dauerhafter Schlafmangel; sehr große Unterschiede zwischen den Studien; fast nur Männer. Geldgeber und Interessenkonflikte nicht prüfbar – der Anhang war bei der Prüfung im Oktober 2026 nicht abrufbar.
28Liu CJ, Latham NK (2009). Progressive resistance strength training for improving physical function in older adults. Cochrane Database of Systematic Reviews (3):CD002759.
DOI 10.1002/14651858.CD002759.pub2 · PMID 19588334 · PMC4324332
Cochrane-Übersicht über 121 ausgeloste Studien mit 6.700 Älteren, meist zwei- bis dreimal pro Woche hartes Krafttraining. Großer Effekt auf die Kraft (standardisierte Mittelwertdifferenz 0,84), Gehtempo +0,08 m/s, Aufstehen vom Stuhl mittel bis groß verbessert, körperliche Fähigkeiten insgesamt klein, aber gesichert verbessert.
Einschränkung: Nebenwirkungen schlecht erfasst; die Suche endete 2008. Geldgeber und Interessenkonflikte nicht geprüft.
29Momma H, Kawakami R, Honda T, Sawada SS (2022). Muscle-strengthening activities are associated with lower risk and mortality in major non-communicable diseases: a systematic review and meta-analysis of cohort studies. British Journal of Sports Medicine 56(13):755–763.
DOI 10.1136/bjsports-2021-105061 · PMID 35228201 · PMC9209691
Auswertung von 16 Langzeitbeobachtungen mit Erwachsenen ohne schwere Erkrankungen. „Muscle-strengthening activities were associated with a 10-17% lower risk of all-cause mortality, cardiovascular disease (CVD), total cancer, diabetes and lung cancer.“ „J-shaped associations with the maximum risk reduction (approximately 10-20%) at approximately 30-60 min/week“ für Sterblichkeit, Herz-Kreislauf und Krebs; beim Diabetes sank das Risiko laut Volltext bis 60 Minuten deutlich und darüber langsamer weiter; bei Herz-Kreislauf und Krebs ging es in den meisten Studien um das Sterben daran, nicht um das Erkranken.
Einschränkung: Beobachtungsstudien mit selbst berichtetem Training, meist aus den USA; Zusammenhang, keine Ursache. Die Autoren stufen die Sicherheit der Ergebnisse als sehr niedrig ein, für Diabetes als niedrig: „The overall quality of the evidence on diabetes was rated as ‘low’.“ Geldgeber laut Verlagsseite das japanische Gesundheitsministerium; „None declared“ zu Interessenkonflikten.
30Weinstein AA, van Aert RCM, Donovan K, Muskens L, Kop WJ (2024). Affective Responses to Acute Exercise: A Meta-Analysis of the Potential Beneficial Effects of a Single Bout of Exercise on General Mood, Anxiety, and Depressive Symptoms. Psychosomatic Medicine 86(6):486–497.
DOI 10.1097/PSY.0000000000001321 · PMID 38787545
Meta-Analyse, 103 Studien, 4.671 Teilnehmer; Stimmung vorher und bis 30 Minuten nach einer Einheit. „General mood state improved from preexercise to postexercise (g = 0.336, 95% CI = 0.234-0.439). Anxiety (g = 0.497 …) and depressive symptoms (g = 0.407 …) also improved“. „Meta-regression analyses with potential moderators (intensity of exercise, mode of exercise, usual physical activity level, or weight status of participants) also did not reduce the heterogeneity.“
Einschränkung: Vorher-nachher-Vergleiche ohne Kontrollgruppe; starke Streuung, „not explained by differences in participants' health status“; Suche nur in PubMed und Literaturlisten. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber in PubMed nicht angegeben; Interessenkonflikte nicht geprüft.
31Gordon BR, McDowell CP, Hallgren M, Meyer JD, Lyons M, Herring MP (2018). Association of Efficacy of Resistance Exercise Training With Depressive Symptoms: Meta-analysis and Meta-regression Analysis of Randomized Clinical Trials. JAMA Psychiatry 75(6):566–576.
DOI 10.1001/jamapsychiatry.2018.0572 · PMID 29800984 · PMC6137526
Meta-Analyse von 33 ausgelosten Studien mit 1.877 Teilnehmern, gesund oder krank, Krafttraining gegen inaktive Kontrolle. „moderate-sized mean effect ∆ of 0.66 (95% CI, 0.48-0.83)“; „The number needed to treat was 4“; „smaller reductions in depressive symptoms were derived from randomized clinical trials with blinded allocation and/or assessment“. Kein Zusammenhang mit Trainingsmenge oder Kraftzuwachs.
Einschränkung: starke Streuung; in den sorgfältigeren Studien kleinere Effekte. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber in PubMed nicht angegeben. Volltext bei der Prüfung im Oktober 2026 nicht abrufbar; Interessenkonflikte nicht geprüft.
32Gordon BR, McDowell CP, Lyons M, Herring MP (2017). The Effects of Resistance Exercise Training on Anxiety: A Meta-Analysis and Meta-Regression Analysis of Randomized Controlled Trials. Sports Medicine 47(12):2521–2532.
DOI 10.1007/s40279-017-0769-0 · PMID 28819746
16 Arbeiten mit 922 Teilnehmern, im Mittel 43 Jahre, 68 Prozent Frauen. „RET significantly reduced anxiety symptoms (Δ = 0.31, 95% CI 0.17-0.44)“; „Larger effects were found among healthy participants (Δ = 0.50 …) compared to participants with a physical or mental illness (Δ = 0.19 …)“. Kein gesicherter Zusammenhang mit der Intensität.
Einschränkung: wenige Studien; Vergleich nur mit inaktiver Kontrolle. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber und Interessenkonflikte nicht geprüft.
33SantaBarbara NJ, Whitworth JW, Ciccolo JT (2017). A systematic review of the effects of resistance training on body image. Journal of Strength and Conditioning Research 31(10):2880–2888.
DOI 10.1519/JSC.0000000000002135 · PMID 28723817
Systematische Übersicht ohne Meta-Analyse: Erwachsene, Krafttraining allein, geprüfte Körperbild-Fragebögen vor und nach dem Programm; 11 Studien. „The majority (8 of 11) of studies concluded that resistance training can significantly improve multiple dimensions of body image, including body satisfaction, appearance evaluation, and social physique anxiety; however, only 3 studies were considered high quality based on their PEDro score“.
Einschränkung: Selbstauskunft; Methodenschwächen laut Autoren. Nur Kurzfassung gelesen.
34Campbell A, Hausenblas HA (2009). Effects of exercise interventions on body image: a meta-analysis. Journal of Health Psychology 14(6):780–793.
DOI 10.1177/1359105309338977 · PMID 19687115
Meta-Analyse von 57 Programmen mit Vorher-nachher-Daten für Trainings- und Kontrollgruppe; alle Trainingsarten und Altersgruppen. „A small random effect indicated that exercise intervention conditions had improved body image compared to control conditions“; Alter, Erscheinungsjahr, Häufigkeit und Art des Trainings beeinflussten den Effekt.
Einschränkung: nicht nur Krafttraining; die Größe des Effekts als Zahl habe ich nicht geprüft. Nur Kurzfassung gelesen.
35Collins H, Booth JN, Duncan A, Fawkner S, Niven A (2019). The effect of resistance training interventions on 'the self' in youth: a systematic review and meta-analysis. Sports Medicine – Open 5(1):29.
DOI 10.1186/s40798-019-0205-0 · PMID 31270635 · PMC6609926
Vorab registrierte systematische Übersicht mit Meta-Analyse, nur reines Krafttraining: 7 Studien mit laut Volltext 460 Jugendlichen von 10 bis 16 Jahren; Meta-Analyse aus 4 Studien (7 Datensätze); 8 bis 24 Wochen, zwei- bis viermal pro Woche; Fragebögen zum Selbstbild. „resistance training self-efficacy (Hedges' g = 0.538 …), physical strength (… 0.289 …), physical self-worth (… 0.319 …) and global self-worth (… 0.409 …)“; Körperattraktivität, Kondition und Sportkompetenz nicht gesichert. Laut Volltext: „positive effect of RT on specific measures of ‘self’, but not for the more general measure of self-concept“. Diese Aussage stützt sich laut Volltext auf eine einzelne Studie mit Kindern, die nicht in die Meta-Analyse einging; deren Autoren nennen einen Deckeneffekt und Verständnisprobleme mit dem Fragebogen als mögliche Gründe.
Einschränkung: Jugendliche, nicht Erwachsene; wenige, kleine Studien, „just two studies being classified as ‘strong’“, teils ohne Kontrollgruppe; Selbstauskunft. Geldgeber in PubMed nicht angegeben, im gelesenen Volltext nicht enthalten.
36Park SH, Han KS, Kang CB (2014). Effects of exercise programs on depressive symptoms, quality of life, and self-esteem in older people: a systematic review of randomized controlled trials. Applied Nursing Research 27(4):219–226.
DOI 10.1016/j.apnr.2014.01.004 · PMID 24602398
Systematische Übersicht mit Meta-Analyse über 18 ausgeloste Studien mit Menschen ab 65, alle Arten von Trainingsprogrammen; Suche bis Mai 2012. Selbstwert „SMD 0.49; 95% CI 0.09, 0.88“; depressive Beschwerden SMD −0,36.
Einschränkung: breiter Vertrauensbereich; nicht nur Krafttraining; die Studien zum Selbstwert habe ich nicht einzeln geprüft.
37Palmer CA, Bower JL, Cho KW, Clementi MA, Lau S, Oosterhoff B, Alfano CA (online 2023). Sleep loss and emotion: A systematic review and meta-analysis of over 50 years of experimental research. Psychological Bulletin 150(4):440–463.
DOI 10.1037/bul0000410 · PMID 38127505
Vorab angemeldete Meta-Analyse von Versuchen mit Gesunden: 154 Studien, 5.717 Teilnehmer zwischen 7 und 79 Jahren, durchwachte Nacht, verkürzter oder unterbrochener Schlaf. „all forms of sleep loss resulted in reduced positive affect (SMD = -0.27 to -1.14), increased anxiety symptoms (SMD = 0.57-0.63)“; „Findings for negative affect, reports of emotional valence in response to emotional stimuli, and depressive symptoms were mixed“.
Einschränkung: nur Versuche mit Schlafverlust: „Eligible studies used experimental reductions of sleep via total sleep deprivation, partial sleep restriction, or sleep fragmentation in healthy populations“ – ob mehr Schlaf die Stimmung hebt, prüft die Auswertung nicht; wie lange der Schlafentzug jeweils dauerte, steht nicht in der Kurzfassung, nicht geprüft; Ergebnisse je nach Art des Schlafverlusts verschieden. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft; Interessenkonflikte nicht geprüft. In PubMed nur das Online-Datum, Heftjahr nicht geprüft.
38Gjestvang C, Abrahamsen F, Stensrud T, Haakstad LAH (2021). What makes individuals stick to their exercise regime? A one-year follow-up study among novice exercisers in a fitness club setting. Frontiers in Psychology 12:638928.
DOI 10.3389/fpsyg.2021.638928 · PMID 34122230 · PMC8194699
Vorausschauende Beobachtung über ein Jahr: 250 Neuanmeldungen ohne Trainingserfahrung (weniger als 60 Minuten Training pro Woche im letzten halben Jahr) aus 25 Studios einer nordischen Kette, Männer und Frauen etwa gleich, im Mittel 36 Jahre; Antworten nach 3, 6 und 12 Monaten von 224, 213 und 187. „the strongest predictor for reporting regular exercise attendance was higher levels of the motive "enjoyment" (OR = 1.84 …)“, dann die Zuversicht, dabeizubleiben (OR 1,73), und Unterstützung durch Familie und Freunde (OR 1,16). Laut Volltext regelmäßig, also mindestens zweimal pro Woche im Studio: 51,8, 37,6 und 37,4 Prozent der Antwortenden – auf alle 250 bezogen gerechnet 46, 32 und 28 Prozent (116, 80 und 70 Personen); „About 17% reported regular exercise attendance at all time-points“; nach 12 Monaten hatten 86,6 Prozent ihren Vertrag noch, laut Autoren „most participants in the current study reported purchasing a 12-month contract that could not be canceled“. Die Auswertung fasst die Angaben nach 3, 6 und 12 Monaten zusammen. Die Autoren: „we cannot determine whether participants reporting regular exercise attendance were exercising because they had higher levels of self-efficacy, or whether they scored higher on self-efficacy since they exercised“.
Einschränkung: Selbstauskunft, keine Daten vom Einlass; eine Kette in Norwegen; keine Auslosung. Interessenkonflikte laut Volltext: „The authors declare that the research was conducted in the absence of any commercial or financial relationships“. Eingeladen wurden die Teilnehmer über die Studiokette.
39Roordink EM, Steenhuis IHM, Kroeze W, Schoonmade LJ, Sniehotta FF, van Stralen MM (2023, online 2021). Predictors of lapse and relapse in physical activity and dietary behaviour: a systematic search and review on prospective studies. Psychology & Health 38(5):623–646.
DOI 10.1080/08870446.2021.1981900 · PMID 34851220
Systematische Übersicht über 37 vorausschauende Arbeiten mit Erwachsenen. „self-efficacy as the only consistent predictor across the different outcomes, predicting both lapse and relapse in physical activity, and relapse in dietary behaviour“; für die meisten anderen Faktoren reichten die Belege nicht.
Einschränkung: erzählende Auswertung ohne gemeinsame Rechnung, viele Faktoren nur einmal untersucht. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
40Teixeira PJ, Carraça EV, Markland D, Silva MN, Ryan RM (2012). Exercise, physical activity, and self-determination theory: a systematic review. International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity 9:78.
DOI 10.1186/1479-5868-9-78 · PMID 22726453 · PMC3441783
Systematische Übersicht über 66 Studien bis Juni 2011. „consistent support for a positive relation between more autonomous forms of motivation and exercise, with a trend towards identified regulation predicting initial/short-term adoption more strongly than intrinsic motivation, and intrinsic motivation being more predictive of long-term exercise adherence“; „Mixed evidence was found concerning the role of other types of motives (e.g., health/fitness and body-related)“; „The majority of studies have employed descriptive (i.e., non-experimental) designs“.
Einschränkung: überwiegend Zusammenhänge. Ein Mitautor (Ryan RM) ist Mitbegründer der geprüften Theorie, der Selbstbestimmungstheorie – eine Nähe zur eigenen Theorie.
41Rhodes RE, Fiala B, Conner M (2009). A review and meta-analysis of affective judgments and physical activity in adult populations. Annals of Behavioral Medicine 38(3):180–204.
DOI 10.1007/s12160-009-9147-y · PMID 20082164
Meta-Analyse von 102 Studien (82 zu Zusammenhängen, 20 Experimente) mit Erwachsenen. Zwischen dem Gefühl, Bewegung sei angenehm, und Bewegung „summary r of 0.42 (95% CI 0.37 to 0.46)“; „persuasive, information-based, and self-regulatory interventions failed to change AJ; by contrast, environmental and experiential interventions showed promise“. AJ heißt dieses Gefühlsurteil.
Einschränkung: Zusammenhang, die Ursache ist laut Autoren offen.
42Rhodes RE, Kates A (2015). Can the affective response to exercise predict future motives and physical activity behavior? A systematic review of published evidence. Annals of Behavioral Medicine 49(5):715–731.
DOI 10.1007/s12160-015-9704-5 · PMID 25921307
Systematische Übersicht über 24 Studien. „A positive change in the basic affective response during moderate intensity exercise was linked to future physical activity, but postexercise affect had a null relationship.“
Einschränkung: Zusammenhang. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
43Kaushal N, Rhodes RE (2015). Exercise habit formation in new gym members: a longitudinal study. Journal of Behavioral Medicine 38(4):652–663.
DOI 10.1007/s10865-015-9640-7 · PMID 25851609
Längsschnitt über 12 Wochen mit 111 neuen Studiogängern. „exercising for at least four bouts per week for 6 weeks was the minimum requirement to establish an exercise habit“; Gewohnheit und Absicht sagten das Training nebeneinander voraus; die Gewohnheitsbildung sagten „consistency (β = .21), low behavioral complexity (β = .19), environment (β = .17) and affective judgments (β = .13)“ voraus.
Einschränkung: keine Auslosung, Selbstauskunft; die Sechs-Wochen-Angabe gilt für die, die mindestens viermal pro Woche kamen.
44Phillips LA, Gardner B (2016, online 2015). Habitual exercise instigation (vs. execution) predicts healthy adults' exercise frequency. Health Psychology 35(1):69–77.
DOI 10.1037/hea0000249 · PMID 26148187
Vorausschauende Studie mit 123 gesunden Erwachsenen: Befragung zu Beginn und nach einem Monat, dazwischen elektronisches Tagebuch. „Exercise instigation habit strength was the only unique predictor of exercise frequency.“ Instigation heißt das Anfangen, execution die Ausführung.
Einschränkung: ein Monat, Selbstauskunft.
45Kaushal N, Rhodes RE, Spence JC, Meldrum JT (2017). Increasing physical activity through principles of habit formation in new gym members: a randomized controlled trial. Annals of Behavioral Medicine 51(4):578–586.
DOI 10.1007/s12160-017-9881-5 · PMID 28188586 · Studienregister NCT02785107
Ausgelost, zwei Gruppen, 8 Wochen: 94 neue Studiogänger mit Trainingsabsicht, aber unter den Bewegungsempfehlungen. Die Versuchsgruppe bekam zu Beginn einen Workshop und nach vier Wochen einen Auffrischungsanruf. Mehr mittlere bis hohe Bewegung „in both accelerometry (d = 0.39, p = .04) and self-report (d = 0.53, p = .01)“; mehr Nutzung von Auslösern (d = 0,56) und mehr Beständigkeit (d = 0,40).
Einschränkung: klein und kurz; die Autoren fordern längere Nachbeobachtung.
46Rebar AL, Elavsky S, Maher JP, Doerksen SE, Conroy DE (2014). Habits predict physical activity on days when intentions are weak. Journal of Sport & Exercise Psychology 36(2):157–165.
DOI 10.1123/jsep.2013-0173 · PMID 24686952
Tagesstudie über 14 Tage mit 128 Studierenden: Bewegung mit Beschleunigungsmesser gemessen, Absicht täglich erfragt. „On days when people had intentions that were weaker than typical for them, habit strength was positively related to physical activity, but on days when people had typical or stronger intentions than was typical for them, habit strength was unrelated to daily physical activity.“
Einschränkung: Studierende, zwei Wochen, Alltagsbewegung, nicht Studiotraining.
47Gardner B, de Bruijn GJ, Lally P (2011). A systematic review and meta-analysis of applications of the Self-Report Habit Index to nutrition and physical activity behaviours. Annals of Behavioral Medicine 42(2):174–187.
DOI 10.1007/s12160-011-9282-0 · PMID 21626256
Meta-Analyse von 22 Arbeiten (21 Datensätze) zu Ernährung und Bewegung. „Weighted habit-behaviour effects were medium-to-strong (fixed: r + = 0.44; random: r + = 0.46)“; „Eight tests found that habit moderated the intention-behaviour relation.“
Einschränkung: Zusammenhang; die Gewohnheit wurde per Selbstauskunft gemessen. Nur Kurzfassung gelesen.
48Rhodes RE, Kaushal N, Quinlan A (2016). Is physical activity a part of who I am? A review and meta-analysis of identity, schema and physical activity. Health Psychology Review 10(2):204–225.
DOI 10.1080/17437199.2016.1143334 · PMID 26805431
Übersicht mit Meta-Analyse: 62 Datensätze, 32 zusammengerechnet, „primarily of modest quality“. Zusammenhang zwischen Identität und Bewegung „r = .44 (CI = .39-.48)“; Identität als „moderator of the intention-behavior relationship“; „more rigorous research designs, including interventions to increase identity/schema, are warranted“.
Einschränkung: Zusammenhang. Ob eigene Studien der Autoren eingeschlossen sind, habe ich nicht geprüft.
49Wierts CM, Kroc E, Rhodes RE (2024). The role of intention, behavioral regulation, and physical activity behavior in the prediction of physical activity identity across time. Behavioral Sciences 14(10):886.
DOI 10.3390/bs14100886 · PMID 39457757 · PMC11505567
Beobachtung mit Messungen alle drei Wochen über neun Wochen: 66 wenig aktive Erwachsene, neu oder wieder einsteigend. „small, non-significant increase in physical activity identity across time“; „Identity was resistant to change among new physical activity initiates in this study and longer time frames of assessment are needed (e.g., six months).“
Einschränkung: klein, kurz, Selbstauskunft.
50Psilander N, Eftestøl E, Cumming KT, Juvkam I, Ekblom MM, Sunding K, Wernbom M, Holmberg HC, Ekblom B, Bruusgaard JC, Raastad T, Gundersen K (2019). Effects of training, detraining, and retraining on strength, hypertrophy, and myonuclear number in human skeletal muscle. Journal of Applied Physiology 126(6):1636–1645.
DOI 10.1152/japplphysiol.00917.2018 · PMID 30991013
9 Männer und 10 Frauen; 10 Wochen einbeiniges Krafttraining, 20 Wochen Pause, 5 Wochen beidbeiniges Wiedertraining. Im trainierten Bein: Faserquerschnitt rund +17 Prozent, Muskeldicke rund +10 Prozent, Kraft rund +20 Prozent. Nach der Pause waren Muskeldicke und Faserquerschnitt wieder am Ausgangswert, die Kraft blieb erhöht.
Einschränkung: 19 Personen, ein Bein. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
51Singh B, Murphy A, Maher C, Smith AE (2024). Time to form a habit: a systematic review and meta-analysis of health behaviour habit formation and its determinants. Healthcare (Basel) 12(23):2488.
DOI 10.3390/healthcare12232488 · PMID 39685110 · PMC11641623
Vorab registrierte systematische Übersicht mit Meta-Analyse: 20 Studien mit Versuchscharakter, 2.601 Teilnehmer, im Mittel 21,5 bis 73,5 Jahre alt; Bewegung, Wassertrinken, Vitamine, Zahnseide, gesundes Essen und anderes. „Most studies had a high risk of bias rating (n = 11)“. Vier Studien maßen die Zeit bis zur Gewohnheit: „ranging from 59–66 days (median) and 106–154 days (means), with substantial individual variability (4–335 days)“. Laut Volltext: „only four studies directly reported on the requirements for developing health habits“; in einer Studie zu gesundem Essen „a median of 59 days (range: 4 to 335 days). However, only 23% of the included participants reached the predetermined threshold“; in einer Studie zu Essen, Trinken oder Bewegung „the median time to reach 95% automaticity was 66 days (range: 18 to 254 days)“. Laut Volltext legte Zahnseide in Programmen stärker zu als Bewegung (1,11 gegen 0,69), womöglich wegen der Programme: „these differences may reflect variations in intervention effectiveness rather than inherent differences in habit formation potential across behaviours“; die 21-Tage-Idee stamme „from the book … by Maxwell Maltz“; Empfehlung „at least two to five months“.
Einschränkung: nur vier Studien maßen die Dauer direkt; Gewohnheit per Selbstauskunft; im Volltext steht der Gesamteffekt einmal mit 0,69, einmal mit 0,67. Die Einzelstudie mit 66 Tagen steht hier so, wie die Übersicht sie wiedergibt; sie selbst habe ich nicht geprüft. Geldgeber und Interessenkonflikte standen nicht im gelesenen Volltext.
52Willis LH, Slentz CA, Bateman LA, Shields AT, Piner LW, Bales CW, Houmard JA, Kraus WE (2012). Effects of aerobic and/or resistance training on body mass and fat mass in overweight or obese adults. Journal of Applied Physiology 113(12):1831–1837.
DOI 10.1152/japplphysiol.01370.2011 · PMID 23019316 · PMC3544497
Ausgeloste Studie, 8 Monate, drei Gruppen ohne Gruppe ohne Training: Krafttraining, Ausdauer, beides; 119 bewegungsarme, übergewichtige Erwachsene. „The AT and AT/RT groups reduced total body mass and fat mass more than RT (P < 0.05), but they were not different from each other. RT and AT/RT increased lean body mass more than AT (P < 0.05).“ AT heißt Ausdauertraining.
Einschränkung: Kilowerte je Gruppe habe ich nicht geprüft, der Volltext war nicht abrufbar. Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH.
53Spiegel K, Tasali E, Penev P, Van Cauter E (2004). Brief communication: sleep curtailment in healthy young men is associated with decreased leptin levels, elevated ghrelin levels, and increased hunger and appetite. Annals of Internal Medicine 141(11):846–850.
DOI 10.7326/0003-4819-141-11-200412070-00008 · PMID 15583226
Ausgeloster Überkreuzversuch: 12 gesunde junge Männer (im Mittel 22 Jahre), je zwei Tage verkürzter und verlängerter Schlaf bei kontrollierter Kost und Bewegung. „Sleep restriction was associated with average reductions in the anorexigenic hormone leptin (decrease, 18%; P = 0.04), elevations in the orexigenic factor ghrelin (increase, 28%; P < 0.04), and increased hunger (increase, 24%; P < 0.01) and appetite (increase, 23%; P = 0.01), especially for calorie-dense foods with high carbohydrate content (increase, 33% to 45%; P = 0.02).“
Einschränkung laut Autoren: „only 12 young men and did not measure energy expenditure.“ Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber laut PubMed der US-Gesundheitsdienst und Stellen außerhalb der US-Regierung.
54Stutz J, Eiholzer R, Spengler CM (2019). Effects of evening exercise on sleep in healthy participants: a systematic review and meta-analysis. Sports Medicine 49(2):269–287.
DOI 10.1007/s40279-018-1015-0 · PMID 30374942
Auswertung von 23 Studien mit Gesunden: eine Abendeinheit gegen keine. „the studies reviewed here do not support the hypothesis that evening exercise negatively affects sleep, in fact rather the opposite. However, sleep-onset latency, total sleep time, and SE might be impaired after vigorous exercise ending ≤ 1 h before bedtime.“ SE heißt Schlafeffizienz.
Einschränkung: einzelne Einheiten; die Unterschiede nach Art der Einheit hingen an einer einzigen Studie; Krafttraining ist in der Kurzfassung nicht gesondert ausgewiesen, genannt sind Laufen und Radfahren.
55Watson NF, Badr MS, Belenky G und 18 weitere (2015). Recommended amount of sleep for a healthy adult: a joint consensus statement of the American Academy of Sleep Medicine and Sleep Research Society. Journal of Clinical Sleep Medicine 11(6):591–592.
DOI 10.5664/jcsm.4758 · PMID 25979105 · PMC4442216
Konsenserklärung zweier US-Fachgesellschaften für Schlafmedizin und Schlafforschung, erarbeitet von einem Gremium aus Fachleuten in einem Abstimmungsverfahren. „Adults should sleep 7 or more hours per night on a regular basis to promote optimal health.“ Die Empfehlung gilt für Erwachsene von 18 bis 60 Jahren.
Einschränkung: Konsens von Fachleuten, keine eigene Studie. Geldgeber: die beiden Fachgesellschaften, dazu eine Kooperationsvereinbarung mit der US-Seuchenschutzbehörde CDC. Mehrere beteiligte Fachleute erklären Verbindungen zur Industrie.
56Peterson MD, Sen A, Gordon PM (2011). Influence of resistance exercise on lean body mass in aging adults: a meta-analysis. Medicine and Science in Sports and Exercise 43(2):249–258.
DOI 10.1249/MSS.0b013e3181eb6265 · PMID 20543750 · PMC2995836
Auswertung von 49 Studien mit 1.328 Menschen ab 50. „The weighted pooled estimate of mean LBM change was 1.1 kg“ – LBM ist die Magermasse; mehr Trainingsumfang ging mit mehr Zuwachs einher, höheres Alter mit weniger.
Einschränkung: Nur gut ein Drittel der Studien war ausgelost und hatte eine Vergleichsgruppe; ausgewertet wurde die Veränderung vom Start bis zum Ende, nicht der Abstand zu einer Gruppe ohne Training. Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH.
57Hayes LD, Elliott BT (2019). Short-term exercise training inconsistently influences basal testosterone in older men: a systematic review and meta-analysis. Frontiers in Physiology 9:1878.
DOI 10.3389/fphys.2018.01878 · PMID 30692929 · PMC6339914
Auswertung von 22 Studien (9 ausgelost, 13 ohne Kontrollgruppe) mit Männern ab 60. Krafttraining: „-0.003 (95% CI = -0.330-0.324“; Ausdauer und Intervalle mit kleinem, gesichertem Anstieg. Schluss: „resistance training does not significantly influence basal testosterone in older men.“
Einschränkung: viele Studien ohne Kontrollgruppe, wenige je Trainingsform.
58Oaten M, Cheng K (2006). Longitudinal gains in self-regulation from regular physical exercise. British Journal of Health Psychology 11(Pt 4):717–733.
DOI 10.1348/135910706X96481 · PMID 17032494
Ein Durchgang ohne Auslosung: zwei Monate Kontrollphase, dann zwei Monate Trainingsprogramm – dieselben Personen, keine getrennte Kontrollgruppe. Gemessen wurden eine Laboraufgabe nach Gedankenunterdrückung und Fragebögen. „participants also reported significant decreases in perceived stress, emotional distress, smoking, alcohol and caffeine consumption, and an increase in healthy eating, emotional control, maintenance of household chores, attendance to commitments, monitoring of spending and an improvement in study habits“.
Einschränkung: Die Teilnehmerzahl habe ich nicht geprüft; die Veränderungen im Alltag sind Selbstauskunft. Der Rahmen der Studie ist die Akku-Theorie der Selbstkontrolle, deren Kernbefund in großen Wiederholungen nicht hielt (Belege 59 und 60). Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
59Hagger MS, Chatzisarantis NLD, Alberts H und 61 weitere (2016). A multilab preregistered replication of the ego-depletion effect. Perspectives on Psychological Science 11(4):546–573.
DOI 10.1177/1745691616652873 · PMID 27474142
Vorab registrierte Wiederholung in 23 Laboren mit 2.141 Teilnehmern, ein festgelegter Versuchsaufbau mit Laboraufgaben. „the size of the ego-depletion effect was small with 95% confidence intervals (CIs) that encompassed zero (d = 0.04, 95% CI [-0.07, 0.15]“.
Einschränkung: ein Versuchsaufbau, Labor, meist junge Erwachsene; Training wurde nicht untersucht. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
60Vohs KD, Schmeichel BJ, Lohmann S und 125 weitere (2021). A multisite preregistered paradigmatic test of the ego-depletion effect. Psychological Science 32(10):1566–1581.
DOI 10.1177/0956797621989733 · PMID 34520296 · PMC12422598
Vorab registriert, 36 Labore, 3.531 Teilnehmer; Autoren aus beiden Lagern, darunter Vertreter der Theorie. Der Bestätigungstest ergab ein „nonsignificant result“ mit einem Effekt von 0,06; „the data were 4 times more likely under the null than the alternative hypothesis“; in einer erkundenden Auswertung ohne Ausschlüsse 0,08, gesichert.
Einschränkung: Laboraufgaben; Training wurde nicht untersucht. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
61Galla BM, Duckworth AL (2015). More than resisting temptation: beneficial habits mediate the relationship between self-control and positive life outcomes. Journal of Personality and Social Psychology 109(3):508–525.
DOI 10.1037/pspp0000026 · PMID 25643222 · PMC4731333
6 Studien mit zusammen 2.274 Teilnehmern, überwiegend Befragungen; zwei vorausschauend, über drei Monate und über mehrere Jahre. Studie 1, die einzige zu Bewegung, war eine einmalige Online-Befragung von 500 Erwachsenen. Schluss der Autoren: „beneficial habits – perhaps more so than effortful inhibition – are an important factor“. Studie 1: „habits for eating healthy snacks, exercising, and getting consistent sleep mediated the effect of self-control on both increased automaticity and lower reported effortful inhibition in enacting those behaviors“.
Einschränkung: Zusammenhänge, Selbstauskunft; in mehreren Teilstudien Jugendliche und Studierende. Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH und Stellen außerhalb der US-Regierung.
62Kaushal N, Rhodes RE, Meldrum JT, Spence JC (2017). The role of habit in different phases of exercise. British Journal of Health Psychology 22(3):429–448.
DOI 10.1111/bjhp.12237 · PMID 28374463
Vorausschauend über sechs Wochen: 181 Erwachsene von 18 bis 65 aus neun Studios und Freizeitzentren. „Intention (β = .28, p = .00) and habit preparation (β = .20, p = .03), predicted exercise … but not habit performance“; die zeitliche Beständigkeit war in beiden Phasen der stärkste Vorhersagewert der Gewohnheit.
Einschränkung: Selbstauskunft, sechs Wochen.
63Harkin B, Webb TL, Chang BP, Prestwich A, Conner M, Kellar I, Benn Y, Sheeran P (2016, online 2015). Does monitoring goal progress promote goal attainment? A meta-analysis of the experimental evidence. Psychological Bulletin 142(2):198–229.
DOI 10.1037/bul0000025 · PMID 26479070
Meta-Analyse über 138 ausgeloste Studien mit 19.951 Teilnehmern aus verschiedenen Lebensbereichen. Fortschritt zu beobachten „promoted goal attainment (d+ = 0.40, 95% CI [0.32, 0.48])“; „progress monitoring had larger effects on goal attainment when the outcomes were reported or made public, and when the information was physically recorded.“
Einschränkung: nicht speziell Training. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
64Rackow P, Scholz U, Hornung R (2015). Received social support and exercising: an intervention study to test the enabling hypothesis. British Journal of Health Psychology 20(4):763–776.
DOI 10.1111/bjhp.12139 · PMID 25854295
Ausgelost, 8 Wochen, online: Die Versuchsgruppe sollte einen neuen Trainingspartner finden und regelmäßig mit ihm trainieren. „Received emotional social support predicted self-efficacy, self-monitoring, and action planning in the intervention group … received emotional social support was indirectly connected with exercise via the examined mediators“; praktische Hilfe zeigte keinen Effekt.
Einschränkung: Ausgelost war nur, wer einen Trainingspartner suchen sollte; der Weg über die Zuversicht ist ein Zusammenhang innerhalb der Versuchsgruppe. Selbstauskunft; Teilnehmerzahl nicht geprüft. Nur Kurzfassung gelesen.
65Wang Z, Ying Z, Bosy-Westphal A, Zhang J, Schautz B, Later W, Heymsfield SB, Müller MJ (2010). Specific metabolic rates of major organs and tissues across adulthood: evaluation by mechanistic model of resting energy expenditure. American Journal of Clinical Nutrition 92(6):1369–1377.
DOI 10.3945/ajcn.2010.29885 · PMID 20962155 · PMC2980962
Prüfung der Standardwerte von Elia (1992) für den Energieverbrauch der Organe an 131 gesunden Erwachsenen ohne Adipositas: Organe per Kernspin, Ruheumsatz gemessen. Elia nennt „13 for skeletal muscle“ (Kilokalorien je Kilo und Tag). Für Jüngere und mittlere Jahrgänge bestätigt; über 50 überschätzen die Werte um 3 Prozent, für Muskel dort 12,6.
Einschränkung: Der Wert je Kilo Muskel ist nicht direkt am Muskel gemessen; die Studie prüfte im Modell, ob die Standardwerte zusammen den gemessenen Ruheumsatz treffen. Nur Menschen ohne Adipositas. Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH und Stellen außerhalb der US-Regierung.
66Panissa VLG, Cardoso LK, Rossi PAQ, Fukuda DH, Rossi FE (2024, online 2023). The impact of acute and chronic resistance training on appetite and energy intake: a scoping review examining resistance exercise and comparisons with other exercise modalities. Appetite 193:107155.
DOI 10.1016/j.appet.2023.107155 · PMID 38081545
Übersicht ohne gemeinsame Auswertung: 17 Studien zu einer einzelnen Einheit, 9 über Wochen, davon 3 mit Krafttraining allein gegen eine Kontrollgruppe. „Acute RT compared to control conditions appears to induce responses favoring appetite inhibition.“ – „Chronic RT does not seem to stimulate compensatory mechanisms“ – „Chronic ET and CT may be more prone to favor appetite inhibition than RT.“ CT heißt Kombination aus Kraft und Ausdauer.
Einschränkung: wenige Studien über Wochen; Heißhunger nicht gesondert ausgewertet. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
67Engberg E, Alen M, Kukkonen-Harjula K, Peltonen JE, Tikkanen HO, Pekkarinen H (2012). Life events and change in leisure time physical activity: a systematic review. Sports Medicine 42(5):433–447.
DOI 10.2165/11597610-000000000-00000 · PMID 22512413
Systematische Übersicht über 34 Arbeiten mit Messung vor und nach dem Ereignis; Krankheiten ausgeschlossen. „In men and women, transition to university, having a child, remarriage and mass urban disaster decreased PA levels, while retirement increased PA“; bei jungen Frauen senkten unter anderem Berufsstart, Zusammenziehen, Heirat, Schwangerschaft, Trennung und weniger Einkommen die Bewegung; „experiencing multiple simultaneous life events decreased PA in men and women“.
Einschränkung: Zusammenhänge; die Effekte liefen teils nach Geschlecht und Alter gegenläufig. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
68Benito PJ, Cupeiro R, Ramos-Campo DJ, Alcaraz PE, Rubio-Arias JÁ (2020). A systematic review with meta-analysis of the effect of resistance training on whole-body muscle growth in healthy adult males. International Journal of Environmental Research and Public Health 17(4):1285.
DOI 10.3390/ijerph17041285 · PMID 32079265 · PMC7068252
Auswertung von 111 Studien (158 Gruppen, 1.927 Teilnehmer): gesunde Männer von 18 bis 40 Jahren, Programme von 4 bis 24 Wochen, laut Volltext im Mittel rund 10 Wochen; Vorher-nachher-Vergleich ohne Kontrollgruppe, Studien mit Kaloriendefizit ausgeschlossen. „RT significantly increased muscle mass (FFM+LMM+SMM; Δ1.53 kg; 95% CI [1.30, 1.76]“; laut Volltext fettfreie Masse +1,56 kg, Magermasse +1,65 kg, Skelettmuskel +1,11 kg; Spanne „from 0 to 7.2 kg“; mehr Sätze pro Einheit gingen mit weniger Zuwachs einher.
Einschränkung: nur junge Männer, keine Kontrollgruppen; sehr verschiedene Messverfahren; Skelettmuskel nur in 11 Gruppen gemessen. Volltext gelesen; Geldgeber und Interessenkonflikte standen nicht darin.
69Alexander SE, Gatto B, Knowles OE, Williams RM, Fiebig KN, Jansons P, Della Gatta PA, Garnham A, Eynon N, Wadley GD, Aisbett B, Hiam D, Lamon S (2025, online 2024). Bioavailable testosterone and androgen receptor activation, but not total testosterone, are associated with muscle mass and strength in females. Journal of Physiology 603(18):5181–5208.
DOI 10.1113/JP286803 · PMID 39393048 · PMC12456396
27 untrainierte Frauen vor den Wechseljahren, im Mittel 23,5 Jahre, 12 Wochen Krafttraining dreimal pro Woche. Laut Volltext Magermasse 42,1 → 42,9 kg, gerechnet +0,8 kg; Beinpresse +27,3 Prozent. Das Gesamttestosteron hing laut Volltext nicht mit den Veränderungen durch das Training zusammen; das frei verfügbare zeigte einen schwachen Zusammenhang mit dem Kraftzuwachs.
Einschränkung: kleine Gruppe ohne Kontrollgruppe. Gefördert vom Forschungsfonds des Internationalen Olympischen Komitees und vom Australian Research Council; „None declared“ zu Interessenkonflikten.
70Thompson TP, Horrell J, Taylor AH, Wanner A, Husk K, Wei Y, Creanor S, Kandiyali R, Neale J, Sinclair J, Nasser M, Wallace G (2020). Physical activity and the prevention, reduction, and treatment of alcohol and other drug use across the lifespan (The PHASE review): a systematic review. Mental Health and Physical Activity 19:100360.
DOI 10.1016/j.mhpa.2020.100360 · PMID 33020704 · PMC7527800
Systematische Übersicht über 32 Studien. „Meta-analysis of four studies showed no clear evidence for an effect of PA on alcohol consumption“; Vorbeugung des Einstiegs ins Trinken RR 0,72 aus 2 Studien.
Einschränkung: Behandlungsstudien mit mittlerem bis hohem Verzerrungsrisiko.
71Conroy DE, Ram N, Pincus AL, Coffman DL, Lorek AE, Rebar AL, Roche MJ (2015, online 2014). Daily physical activity and alcohol use across the adult lifespan. Health Psychology 34(6):653–660.
DOI 10.1037/hea0000157 · PMID 25222084 · PMC4362843
Tagebuchstudie mit drei Phasen von je 21 Tagen: 150 Erwachsene von 19 bis 89 Jahren gaben jeden Abend Bewegung und Alkohol an. „daily deviations in PA were significantly associated with daily total alcohol use“; „Once the within-person process linking PA and alcohol use was controlled, usual PA and total alcohol use were not associated.“
Einschränkung: Selbstauskunft; Zusammenhang, die Ursache ist laut Autoren offen. Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH.
72Loenneke JP, Dankel SJ, Bell ZW, Buckner SL, Mattocks KT, Jessee MB, Abe T (2019). Is muscle growth a mechanism for increasing strength? Medical Hypotheses 125:51–56.
DOI 10.1016/j.mehy.2019.02.030 · PMID 30902152
Hypothesenpapier ohne eigene Datenauswertung. „at present, there is no experimental evidence that would support any paradigm in which muscle hypertrophy is a mechanism for increasing strength with exercise.“
Einschränkung: Meinungsbeitrag einer Arbeitsgruppe; Gegenposition in Beleg 73.
73Taber CB, Vigotsky A, Nuckols G, Haun CT (2019). Exercise-induced myofibrillar hypertrophy is a contributory cause of gains in muscle strength. Sports Medicine 49(7):993–997.
DOI 10.1007/s40279-019-01107-8 · PMID 31016546
Kommentar, in PubMed als „Editorial“ geführt, ohne hinterlegte Kurzfassung. Aussage laut Titel: Das Wachstum der Muskelfasern ist eine mitwirkende Ursache des Kraftzuwachses – die Gegenposition zu Beleg 72.
Einschränkung: Inhalt nicht gelesen, geprüft habe ich nur Titel und Kennangaben. Ein Autor ist in anderen Veröffentlichungen mit einer Firma für Trainingsinformation verbunden (Stronger by Science LLC), hier mit Hochschulanschrift.
74Henkin JS, Pinto RS, Machado CLF, Wilhelm EN (2023). Chronic effect of resistance training on blood pressure in older adults with prehypertension and hypertension: A systematic review and meta-analysis. Experimental Gerontology 177:112193.
DOI 10.1016/j.exger.2023.112193 · PMID 37121334 · Volltext frei beim Verlag (CC BY)
Auswertung von 24 ausgelosten Studien mit 835 Menschen ab 60 Jahren mit leicht erhöhtem Blutdruck oder Bluthochdruck; Krafttraining mit Bewegung allein gegen Kontrolle. Insgesamt oben −6,9 und unten −3,4 mmHg; bei Bluthochdruck oben −10,4 (95-%-Vertrauensbereich −15,7 bis −5,2) und unten −4,0 mmHg, bei leicht erhöhtem Blutdruck −4,9 zu −2,8. Bluthochdruck heißt hier nur Stufe 1 (9 Trainingsgruppen, keine mit Stufe 2); der Unterschied zu leicht erhöhtem Blutdruck war nicht gesichert (oben p = 0,07). 14 der 24 Studien galten als gut gemacht; „High heterogeneity (>50 %) was observed in all analyses“. Rund 23 % der Trainierenden nahmen Blutdrucksenker, nicht getrennt ausgewertet.
Einschränkung: große Unterschiede zwischen den Studien; Volltext über den Verlag gelesen, nicht am PDF. Geld: Stipendium des brasilianischen Forschungsrats CNPq für einen Autor, kein eigener Abschnitt zur Förderung; Interessenkonflikte laut Autoren keine („The authors declare no conflict of interest“).
75Lamon S, Morabito A, Arentson-Lantz E, Knowles O, Vincent GE, Condo D, Alexander SE, Garnham A, Paddon-Jones D, Aisbett B (2021). The effect of acute sleep deprivation on skeletal muscle protein synthesis and the hormonal environment. Physiological Reports 9(1):e14660.
DOI 10.14814/phy2.14660 · PMID 33400856 · PMC7785053
Randomisierter Überkreuzversuch: 13 gesunde junge Erwachsene (7 Männer, 6 Frauen), eine Nacht ohne Schlaf gegen normalen Schlaf. „Acute sleep deprivation reduced muscle protein synthesis by 18% (CON: 0.072 ± 0.015% vs. DEP: 0.059 ± 0.014%·h, p = .040)“; „sleep deprivation increased plasma cortisol by 21% (p = .030) and decreased plasma testosterone by 24% (p = .029)“. Laut Volltext sank der Muskelaufbau bei allen Männern, nicht bei allen Frauen.
Einschränkung: Laut Volltext wurde nur in eine Richtung getestet, was einen Befund leichter gesichert erscheinen lässt; 13 Personen, eine Nacht, eine Messung über zwei Stunden. „The authors have no conflict of interest to declare.“ Geldgeber im gelesenen Text nicht gefunden.
76Van Cauter E, Plat L, Copinschi G (1998). Interrelations between sleep and the somatotropic axis. Sleep 21(6):553–566.
DOI 10.1093/sleep/21.6.553 · PMID 9779515
Übersicht. „In men, approximately 70% of the daily GH output occurs during early sleep throughout adulthood. In women, the contribution of sleep-dependent GH release to the daily output is lower and more variable.“ GH heißt Wachstumshormon.
Einschränkung: Übersicht der eigenen Arbeitsgruppe; sagt nichts über die Reparatur von Muskeln. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber laut PubMed der US-Gesundheitsdienst und Stellen außerhalb der US-Regierung.
77Van Cauter E, Copinschi G (2000). Interrelationships between growth hormone and sleep. Growth Hormone & IGF Research 10(Suppl B):S57–S62.
DOI 10.1016/s1096-6374(00)80011-8 · PMID 10984255
Übersicht. „in normal men, a sleep-onset-associated pulse is generally the major or even the only daily episode of active secretion“; „There is a linear relationship between the amount of SW sleep … and the amount of concomitant GH secretion.“ SW sleep heißt Tiefschlaf.
Einschränkung: Übersicht derselben Arbeitsgruppe wie Beleg 76; sagt nichts über Muskelreparatur. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber laut PubMed der US-Gesundheitsdienst und Stellen außerhalb der US-Regierung.
78Dattilo M, Antunes HK, Medeiros A, Mônico Neto M, Souza HS, Tufik S, de Mello MT (2011). Sleep and muscle recovery: endocrinological and molecular basis for a new and promising hypothesis. Medical Hypotheses 77(2):220–222.
DOI 10.1016/j.mehy.2011.04.017 · PMID 21550729
Hypothesenpapier. „we hypothesized that sleep debt decreases the activity of protein synthesis pathways and increases the activity of degradation pathways, favoring the loss of muscle mass and thus hindering muscle recovery after damage induced by exercise“.
Einschränkung: eine Hypothese, die sich teils auf Rattenversuche stützt. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
79Martin Ginis KA, McEwan D, Josse AR, Phillips SM (2012). Body image change in obese and overweight women enrolled in a weight-loss intervention: the importance of perceived versus actual physical changes. Body Image 9(3):311–317.
DOI 10.1016/j.bodyim.2012.04.002 · PMID 22608984
Längsschnitt in einem 16-wöchigen Programm aus Diät und Training, ohne Vergleichsgruppe: 88 übergewichtige Frauen, im Mittel 28 Jahre. „Perceived physical changes accounted for most explained variance (12-37%) in body image change“; „perceived changes to the body are more important than actual changes“; „Improved perceptions of body fat were a particularly important predictor“.
Einschränkung: Diät plus Training, nicht Krafttraining allein; Zusammenhang. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
80Marques A, Peralta M, Sarmento H, Loureiro V, Gouveia ÉR, Gaspar de Matos M (2019). Prevalence of risk for exercise dependence: a systematic review. Sports Medicine 49(2):319–330.
DOI 10.1007/s40279-018-1011-4 · PMID 30374944
Systematische Übersicht über 34 Arbeiten. Risiko für Trainingssucht „between 3 and 7% of regular exercisers and the university student population, and between 6 and 9% of the athlete population“; insgesamt „an overall prevalence of 3-9% is estimated. Risk for EXD is a cause for concern“.
Einschränkung: „Risiko“ per Fragebogen, keine Diagnose.
81Trott M, Jackson SE, Firth J, Fisher A, Johnstone J, Mistry A, Stubbs B, Smith L (2020). Exercise addiction prevalence and correlates in the absence of eating disorder symptomology: a systematic review and meta-analysis. Journal of Addiction Medicine 14(6):e321–e329.
DOI 10.1097/ADM.0000000000000664 · PMID 32496431
Meta-Analyse von 13 Studien mit 3.635 Personen ohne Hinweis auf eine Essstörung. Allgemein Trainierende „8.1% (95% CI 1.5%-34.2%)“; „Overall prevalence rates varied depending on the EA measurement tool.“ EA heißt Trainingssucht.
Einschränkung: sehr breiter Vertrauensbereich, Fragebögen.
82Rhodes RE, Wierts CM, Kullman S, Magel E, Strachan S (2025, online 2024). Intervention effects on physical activity identity: a systematic review and meta-analysis. Health Psychology Review 19(1):123–144.
DOI 10.1080/17437199.2024.2412996 · PMID 40008714
Meta-Analyse experimenteller und quasi-experimenteller Studien mit Erwachsenen: 40 Effektgrößen, 4.939 Teilnehmer. Identität 0,18 (0,11 bis 0,24), Bewegung in 30 Studien 0,61 (0,41 bis 0,81); „potential publication bias“; „the effect may be smaller than changes in behaviour in these interventions“.
Einschränkung: mögliche Verzerrung durch nicht veröffentlichte Studien.
83Wyatt P, Berry SE, Finlayson G, O'Driscoll R, Hadjigeorgiou G, Drew DA, Khatib HA, Nguyen LH, Linenberg I, Chan AT, Spector TD, Franks PW, Wolf J, Blundell J, Valdes AM (2021). Postprandial glycaemic dips predict appetite and energy intake in healthy individuals. Nature Metabolism 3(4):523–529.
DOI 10.1038/s42255-021-00383-x · PMID 33846643 · PMC7610681
Beobachtung innerhalb der Studie PREDICT 1: 1.070 Gesunde ohne Diabetes aus Großbritannien und eine US-Vergleichsgruppe; 8.624 Standardfrühstücke und 71.715 frei gewählte Mahlzeiten, Zuckersensor zu Hause, Hunger per App. Ein Abfall 2 bis 3 Stunden nach dem Essen hing zusammen mit „an increase in hunger at 2-3 h (r = 0.16, P < 0.001) … greater energy intake at 24 h (r = 0.27, P < 0.001)“. Laut Volltext: oberstes gegen unterstes Viertel „+312 kcal … higher overall Energy intake“; aß dieselbe Person dieselbe Mahlzeit erneut, war der Zusammenhang mit Hunger nicht gesichert (r = 0,04); in der US-Gruppe war er beim Hunger nicht gesichert; „glucose dips are just one part of the picture“.
Einschränkung: Beobachtung, Zusammenhang; Essen selbst protokolliert; Schlaf und Bewegung nicht berücksichtigt; 97 Prozent weiß; Wochen, nicht Monate. Volltext gelesen. Geldgeber laut Volltext: Zoe Global Ltd, Wellcome Trust, NIHR; fünf Autoren laut PubMed bei Zoe Global Ltd – ein möglicher Interessenkonflikt. Die Erklärung zu Interessenkonflikten stand nicht im gelesenen Text, nicht geprüft.
84Stopyra MA, Friederich HC, Sailer S, Pauen S, Bendszus M, Herzog W, Simon JJ (2021, online 2019). The effect of intestinal glucose load on neural regulation of food craving. Nutritional Neuroscience 24(2):109–118.
DOI 10.1080/1028415X.2019.1600275 · PMID 30983543
Einfach verblindeter Versuch: 26 normalgewichtige Frauen bekamen Glukose oder Wasser über eine Magensonde, dazu Bildgebung. „Despite an increase of blood glucose levels in response to the glucose compared to the water infusion, neither subjective food craving nor neural regulation of food craving showed significant differences.“ Food craving heißt Heißhunger.
Einschränkung: klein, nur Frauen, Labor.
85Nasilowski F, Reichenberger J, Denk B, Gaertner R, Klink E, Unternaehrer E, Volkmer N, Wienhold S, Pruessner J, Meier M (2026). The influence of glucose intake and psychosocial stress on food craving in healthy adults. Comprehensive Psychoneuroendocrinology 27:100372.
DOI 10.1016/j.cpnec.2026.100372 · PMID 42621379 · PMC13487594
Versuch mit 62 gesunden, nüchternen Erwachsenen (im Mittel 23 Jahre, 55 Prozent Frauen): Glukose oder Kontrollgetränk, danach Stresstest oder Kontrollbedingung. „Higher cortisol reactivity, and a greater increase in blood glucose led to significant reductions in food craving over time.“
Einschränkung: Laborversuch mit jungen Erwachsenen, kurzer Zeitraum.
86Chen FT, Etnier JL, Chan KH, Chiu PK, Hung TM, Chang YK (2020). Effects of exercise training interventions on executive function in older adults: a systematic review and meta-analysis. Sports Medicine 50(8):1451–1467.
DOI 10.1007/s40279-020-01292-x · PMID 32447717 · PMC7376513
Systematische Übersicht mit Meta-Analyse über 33 ausgeloste Studien mit Menschen über 55, geistig gesund oder mit leichter kognitiver Beeinträchtigung; Training gegen Kontrollgruppe. Gemessen wurden exekutive Funktionen, die geistige Steuerung, mit Laboraufgaben, darunter die Hemmung – einen ersten Impuls unterdrücken. „Overall, exercise training was associated with a significant small improvement in EF“ (g = 0,21); die Verbesserung zeigte sich „for measures of inhibition, updating, and shifting“; nach Trainingsart unter anderem „resistance exercise (g = 0.22)“; bei über 75-Jährigen „no effect on EF“.
Einschränkung: kleine Wirkung, Laboraufgaben; zu Verhalten im Alltag steht in der Kurzfassung nichts. Nur Kurzfassung gelesen.
87Ye M, Song T, Xia H, Hou Y, Chen A (2024). Effects of aerobic exercise on executive function of healthy middle-aged and older adults: a systematic review and meta-analysis. International Journal of Nursing Studies 160:104912.
DOI 10.1016/j.ijnurstu.2024.104912 · PMID 39326271
Systematische Übersicht mit Meta-Analyse über 42 ausgeloste Studien mit 2.881 gesunden Menschen ab 45, nur Ausdauertraining. „aerobic exercise had positive effects on improving cognitive flexibility (Hedge's g = 0.343, p < 0.001), working memory (Hedge's g = 0.392, p < 0.001), and inhibitory control (Hedge's g = 0.229, p < 0.001) in healthy middle-aged and older adults“. Inhibitory control heißt Hemmung, also einen ersten Impuls unterdrücken.
Einschränkung: nur Ausdauertraining, kleine Wirkung bei der Hemmung, Laboraufgaben; zu Verhalten im Alltag steht in der Kurzfassung nichts. Nur Kurzfassung gelesen.
88Leasure JL, Neighbors C, Henderson CE, Young CM (2015). Exercise and alcohol consumption: what we know, what we need to know, and why it is important. Frontiers in Psychiatry 6:156.
DOI 10.3389/fpsyt.2015.00156 · PMID 26578988 · PMC4629692
Erzählende Übersicht. „Surprisingly, several large, population-based studies have shown a positive association between physical activity and alcohol intake.“ Training als Behandlung bei Alkoholproblemen: „mixed results“.
Einschränkung: keine systematische Suche; die zugrunde liegenden Bevölkerungsstudien habe ich nicht einzeln geprüft.
89Potter NJ, Tomkinson GR, Dufner TJ, Walch TJ, Roemmich JN, Wilson PB, Fitzgerald JS (2021). Effects of exercise training on resting testosterone concentrations in insufficiently active men: a systematic review and meta-analysis. Journal of Strength and Conditioning Research 35(12):3521–3528.
DOI 10.1519/JSC.0000000000004146 · PMID 35134000
Auswertung von 11 ausgelosten Studien mit 421 wenig aktiven, gesunden Männern von 19 bis 75 Jahren; Ausdauer, Kraft oder beides, im Median 12 Wochen. „Overall, exercise training had a negligible effect on resting total testosterone concentration (mean SMD [95% CI]: 0.00 [-0.20 to 0.20]).“ Trainingsform, Alter und Gewicht änderten das nicht.
Einschränkung: wenige Studien, nur Männer. Ein Autor laut PubMed beim US-Landwirtschaftsministerium.
90West DW, Burd NA, Tang JE, Moore DR, Staples AW, Holwerda AM, Baker SK, Phillips SM (2010, online 2009). Elevations in ostensibly anabolic hormones with resistance exercise enhance neither training-induced muscle hypertrophy nor strength of the elbow flexors. Journal of Applied Physiology 108(1):60–67.
DOI 10.1152/japplphysiol.01147.2009 · PMID 19910330 · PMC2885075
12 gesunde junge Männer trainierten 15 Wochen lang einen Arm nur mit Bizepscurls, den anderen mit Curls und anschließend viel Beintraining, das Wachstumshormon, IGF-1 und Testosteron kurz ansteigen ließ. „Muscle cross-sectional area (CSA) increased by 12% in LH and 10% in HH (P < 0.001) with no difference between conditions“.
Einschränkung: 12 Männer, ein Muskel; sagt nichts über Hormonmengen weit über dem eigenen Spiegel. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
91Hubal MJ, Gordish-Dressman H, Thompson PD, Price TB, Hoffman EP, Angelopoulos TJ, Gordon PM, Moyna NM, Pescatello LS, Visich PS, Zoeller RF, Seip RL, Clarkson PM (2005). Variability in muscle size and strength gain after unilateral resistance training. Medicine and Science in Sports and Exercise 37(6):964–972.
PMID 15947721 · keine DOI in PubMed
585 Erwachsene (342 Frauen, 243 Männer), 12 Wochen Training der Armbeuger eines Arms, Kernspin des Bizeps. „Size changes ranged from -2 to +59%“.
Einschränkung: ein Muskel am Oberarm; die Spannweite beschreibt Einzelpersonen. Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH und der US-Gesundheitsdienst.
92Nedeltcheva AV, Kilkus JM, Imperial J, Schoeller DA, Penev PD (2010). Insufficient sleep undermines dietary efforts to reduce adiposity. Annals of Internal Medicine 153(7):435–441.
DOI 10.7326/0003-4819-153-7-201010050-00006 · PMID 20921542 · PMC2951287
Überkreuzversuch: 10 übergewichtige Nichtraucher (3 Frauen, 7 Männer), im Mittel 41 Jahre; je 14 Tage moderate Kalorienreduzierung, einmal mit 8,5, einmal mit 5,5 Stunden Schlafgelegenheit pro Nacht. Mit kurzem Schlaf verloren sie 0,6 statt 1,4 Kilo Fett und 2,4 statt 1,5 Kilo Magermasse (fettfreie Masse); dazu mehr Hunger.
Einschränkung: Die Autoren nennen Dauer und Gruppengröße selbst als Grenze. Kein begleitendes Krafttraining; Magermasse umfasst mehr als Muskeln. Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH; Volltext nicht gelesen.
93Bartholomew JB, Stults-Kolehmainen MA, Elrod CC, Todd JS (2008). Strength gains after resistance training: the effect of stressful, negative life events. Journal of Strength and Conditioning Research 22(4):1215–1221.
DOI 10.1519/JSC.0b013e318173d0bf · PMID 18545186
135 Studierende in Krafttrainingskursen, 12 Wochen, zweimal 1,5 Stunden pro Woche; Stress per Fragebogen, Gruppen am Median geteilt. „the low stress participants experienced a significantly greater increase in bench press and squat than their high stress counterparts.“
Einschränkung: Beobachtung innerhalb eines Kurses, Selbstauskunft, junge Studierende.
94MacKenzie-Shalders K, Kelly JT, So D, Coffey VG, Byrne NM (2020). The effect of exercise interventions on resting metabolic rate: a systematic review and meta-analysis. Journal of Sports Sciences 38(14):1635–1649.
DOI 10.1080/02640414.2020.1754716 · PMID 32397898
Auswertung von 18 Studien. „While there was no effect of aerobic exercise on RMR (MD: 81.65 kCal·day[95% CI: -57.81, 221.10], P = 0.25), resistance exercise increased RMR compared to controls (MD: 96.17 kCal·day[95% CI: 45.17, 147.16], P = 0.0002).“ Gerechnet: Für 96 Kilokalorien bräuchte es bei 13 Kilokalorien je Kilo rund 7,4 Kilo Muskel.
Einschränkung laut Autoren: „heterogenous methodologies and high risk of bias“; ausgeschlossen waren Menschen ab 65 und Frauen nach den Wechseljahren. Wie lange nach der letzten Einheit gemessen wurde, habe ich nicht geprüft – das könnte einen Teil des Unterschieds erklären.
95LaForgia J, Withers RT, Gore CJ (2006). Effects of exercise intensity and duration on the excess post-exercise oxygen consumption. Journal of Sports Sciences 24(12):1247–1264.
DOI 10.1080/02640410600552064 · PMID 17101527
Übersichtsarbeit zum Nachbrenneffekt, Fachleute sagen EPOC. „even those studies incorporating exercise stimuli resulting in prolonged EPOC durations have identified that the EPOC comprises only 6-15% of the net total oxygen cost of the exercise.“ Für Krafttraining „remains unclear because of the limited number of studies“. „the earlier research optimism regarding an important role for the EPOC in weight loss is generally unfounded.“
Einschränkung: erzählende Übersicht ohne systematische Suche, Stand 2006; bei Intervallen liegt der Anteil laut Autoren womöglich höher. Nur Kurzfassung gelesen.
96Knab AM, Shanely RA, Corbin KD, Jin F, Sha W, Nieman DC (2011). A 45-minute vigorous exercise bout increases metabolic rate for 14 hours. Medicine and Science in Sports and Exercise 43(9):1643–1648.
DOI 10.1249/MSS.0b013e3182118891 · PMID 21311363
10 junge Männer von 22 bis 33 Jahren, je 24 Stunden in der Stoffwechselkammer an einem Ruhe- und einem Trainingstag; 45 Minuten Radfahren bei rund 73 Prozent der maximalen Sauerstoffaufnahme. „For 14 h after exercise, energy expenditure was increased 190 ± 71.4 kcal compared with the rest day“; „The 190 kcal expended after exercise above resting levels represented an additional 37% to the net energy expended during the 45-min cycling bout.“
Einschränkung: sehr klein, nur junge Männer, Radfahren statt Krafttraining, keine Vergleichsbedingung mit lockerer Belastung; das Ergebnis liegt deutlich über anderen Angaben. Nur Kurzfassung gelesen. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
97Riou MÈ, Jomphe-Tremblay S, Lamothe G, Stacey D, Szczotka A, Doucet É (2015). Predictors of energy compensation during exercise interventions: a systematic review. Nutrients 7(5):3677–3704.
DOI 10.3390/nu7053677 · PMID 25988763 · PMC4446773
Systematische Übersicht über 61 Studien mit 928 Teilnehmern. „The overall mean energy compensation was 18% ± 93%.“ „For studies of longer duration (about 80 weeks), the energy compensation approached 84%.“ Kompensation heißt hier: Der Körper verlor weniger Energie, als das Training kostete.
Einschränkung: Nur Ausdauer- und Intervalltraining, Krafttraining war ausgeschlossen; nur 18- bis 55-Jährige. Was die Teilnehmer aßen und wie viel sie sich sonst bewegten, war laut Autoren nicht erfasst – woher der Ausgleich kommt, bleibt offen: „since we did not have access to EI or NSPA … it is impossible to determine to what extent these factors contributed“ (EI heißt aufgenommene Energie, NSPA Bewegung außerhalb des Trainings). Sehr große Streuung; die 84 Prozent ergeben sich aus einem Rechenmodell mit nur wenigen langen Studien. Volltext gelesen.
98Hellerstein MK (1999). De novo lipogenesis in humans: metabolic and regulatory aspects. European Journal of Clinical Nutrition 53(Suppl 1):S53–S65.
DOI 10.1038/sj.ejcn.1600744 · PMID 10365981
Übersicht eines Autors zur Neubildung von Fett aus Kohlenhydraten (De-novo-Lipogenese, DNL). „Eucaloric replacement of dietary fat by CHO does not induce hepatic DNL to any substantial degree.“ – „Body fat is thereby accrued, but the pathway of DNL is not traversed“ – „Only when CHO energy intake exceeds TEE does DNL in liver or adipose tissue contribute significantly to the whole-body energy economy.“ CHO heißt Kohlenhydrate, TEE der gesamte Energieverbrauch.
Einschränkung: erzählende Übersicht, Stand 1999. Nur Kurzfassung gelesen.
99Halliday TM, White MH, Hild AK, Conroy MB, Melanson EL, Cornier MA (2021). Appetite and energy intake regulation in response to acute exercise. Medicine and Science in Sports and Exercise 53(10):2173–2181.
DOI 10.1249/MSS.0000000000002678 · PMID 33831896 · PMC8440326
Ausgeloster Überkreuzversuch mit 24 körperlich inaktiven Erwachsenen, zur Hälfte Frauen: Krafttraining (ein Satz bis zum Versagen an 12 Übungen), 45 Minuten Gehen oder Sitzen. „No differences in ad libitum energy intake (REx, 991 ± 68; AEx, 937 ± 65; SED, 944 ± 76 kcal; P = 0.50) or appetite ratings (all, P > 0.05) were detected.“
Einschränkung: eine Einheit, eine Mahlzeit. Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH und Stellen außerhalb der US-Regierung.
100Joo J, Williamson SA, Vazquez AI, Fernandez JR, Bray MS (2019). The influence of 15-week exercise training on dietary patterns among young adults. International Journal of Obesity 43(9):1681–1690.
DOI 10.1038/s41366-018-0299-3 · PMID 30659257 · PMC6639161
Trainingsstudie TIGER: 2.680 junge Erwachsene, 15 Wochen Ausdauertraining mit Pulsmessung; Ernährungsfragebogen mit 102 Lebensmitteln vorher (2.476 Bögen) und nachher (1.859). „most dietary pattern scores were decreased following exercise training“; „A longer duration of exercise was associated with decreased preferences for the western … and snacking … patterns“.
Einschränkung: Ausdauer, nicht Krafttraining; Selbstauskunft; keine Gruppe ohne Training, laut Volltext: „Our within-subject design did not include a control group“; nachher rund ein Viertel weniger Bögen als vorher (gerechnet: 1 − 1.859 ÷ 2.476 ≈ 0,25). Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH.
101Mata J, Silva MN, Vieira PN, Carraça EV, Andrade AM, Coutinho SR, Sardinha LB, Teixeira PJ (2009). Motivational "spill-over" during weight control: increased self-determination and exercise intrinsic motivation predict eating self-regulation. Health Psychology 28(6):709–716.
DOI 10.1037/a0016764 · PMID 19916639
Auswertung innerhalb einer einjährigen ausgelosten Studie mit 239 übergewichtigen oder adipösen Frauen: Programm zur Förderung von Bewegung und innerer Motivation gegen allgemeine Gesundheitsschulung. „General self-determination and more autonomous exercise motivation predicted eating self-regulation over 12 months“; die Selbstbestimmung „fully mediated the relation between physical activity and eating self-regulation“.
Einschränkung: Das Programm arbeitete ausdrücklich an Motivation und Abnehmen, nicht nur am Training; Fragebögen; der Weg über die Motivation ist ein Zusammenhang innerhalb der Studie. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
102Fleig L, Küper C, Lippke S, Schwarzer R, Wiedemann AU (2015). Cross-behavior associations and multiple health behavior change: a longitudinal study on physical activity and fruit and vegetable intake. Journal of Health Psychology 20(5):525–534.
DOI 10.1177/1359105315574951 · PMID 25903240
Befragung von 2.693 Erwachsenen an zwei Zeitpunkten im Abstand von vier Wochen. „Physical activity and nutrition appear to facilitate rather than hinder each other.“
Einschränkung: kurz, Selbstauskunft, Zusammenhang. Geldgeber laut PubMed außerhalb der US-Regierung, Einzelheiten nicht geprüft.
103Jayawardene WP, Torabi MR, Lohrmann DK (2016, online 2015). Exercise in young adulthood with simultaneous and future changes in fruit and vegetable intake. Journal of the American College of Nutrition 35(1):59–67.
DOI 10.1080/07315724.2015.1022268 · PMID 26251968
Bevölkerungsbefragung über drei Zeitpunkte mit 18 bis 22, 23 bis 27 und 27 bis 31 Jahren; 6.244 Befragte. „Only 9% continued exercising for 30 minutes more than 5 days/week“; „Increase in Time-2 exercise by one day/week resulted in increased Time-3 fruit and vegetable intakes by 0.17 and 0.13 times/week“.
Einschränkung: Selbstauskunft; Zusammenhang – „resulted in“ ist die Formulierung der Autoren, ausgelost wurde nicht.
104Leproult R, Van Cauter E (2011). Effect of 1 week of sleep restriction on testosterone levels in young healthy men. JAMA 305(21):2173–2174.
DOI 10.1001/jama.2011.710 · PMID 21632481 · PMC4445839
Kurzbericht: 10 gesunde junge Männer (im Mittel 24 Jahre); erst 3 Nächte mit 10 Stunden, dann 8 Nächte mit 5 Stunden Bettzeit im Labor. Testosteron zwischen 8 und 22 Uhr „16.5 [2.8] nmol/L vs 18.4 [3.8] nmol/L; P = .049“; „Daytime testosterone levels were decreased by 10% to 15%“; Cortisol unverändert; Antrieb („vigor“) „from 28 (5) after the first night to 19 (7) after the seventh night“. Volltext gelesen.
Einschränkung: „small convenience sample“; die Reihenfolge war nicht ausgelost – erst ausgeschlafen, dann verkürzt. Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH.
105Dang J, Barker P, Baumert A und 33 weitere (2021, online 2020). A multilab replication of the ego depletion effect. Social Psychological and Personality Science 12(1):14–24.
DOI 10.1177/1948550619887702 · PMID 34113424 · PMC8186735
Vorab registriert, 12 Labore, 1.775 Teilnehmer, ein Aufgabenpaar. „small and significant ego depletion effect“ von 0,10, nach Ausschlüssen 0,16.
Einschränkung: ein Aufgabenpaar; Training wurde nicht untersucht. Nur Kurzfassung gelesen.
106Baron KG, Reid KJ, Zee PC (2013). Exercise to improve sleep in insomnia: exploration of the bidirectional effects. Journal of Clinical Sleep Medicine 9(8):819–824.
DOI 10.5664/jcsm.2930 · PMID 23946713 · PMC3716674
11 Frauen mit Schlafstörung (Insomnie), im Mittel 61 Jahre; 16 Wochen dreimal 30 Minuten Ausdauertraining, Tagebücher und Armband täglich. „Daily exercise was not associated with subjective or objective sleep variables during the corresponding night. However, participants had shorter exercise duration following nights with longer SOL (p < 0.05).“ – „Results suggest that sleep influences next day exercise rather than exercise influencing sleep.“ SOL heißt Einschlafdauer. Über die 16 Wochen besserten sich Schlafzeit und Schlafqualität.
Einschränkung: 11 Frauen mit Insomnie, Ausdauer; Zusammenhänge von Tag zu Tag, keine Ursache. Geldgeber laut PubMed die US-Gesundheitsinstitute NIH.