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Online-Rechner · Magnesium

Wie viel Magnesium kommt wirklich an?

Zwischen der stärksten und der schwächsten Magnesiumverbindung liegt Faktor 8,3. Aus 1.000 Milligramm Magnesiumoxid werden 603 Milligramm Magnesium — aus derselben Menge Magnesiumorotat nur 73.

Dieser Rechner sagt Dir, was in Deinem Präparat tatsächlich ankommt, gleicht es mit Deinem Bedarf ab und warnt, wenn Du über der empfohlenen Höchstmenge liegst. Er prüft außerdem, ob die Angaben auf Deiner Dose chemisch überhaupt zusammenpassen.

Schritt für Schritt

Dein Präparat

Schritt 1

Welche Magnesiumform hast Du?

Steht auf der Zutatenliste. Bei Mischungen nimm die Form mit dem größten Anteil — oder rechne jede einzeln durch.

Schritt 2 · der wichtigste

Welche Zahl liest Du gerade?

Hier entscheidet sich alles. Dieselbe Zahl bedeutet je nach Fundort etwas völlig anderes.

Schritt 3

Menge und Einnahme

Trag die Zahl ein, die Du in Schritt 2 gewählt hast — pro Kapsel, Tablette oder Messlöffel. Und wie viele davon Du täglich nimmst.

Schritt 4

Dein Bedarf

Für den Abgleich. Der Rechner zeigt Dir dabei auch, wie klein der Sportzuschlag tatsächlich ist — das überrascht die meisten.

Schritt 5 · oft übersehen

Dein Trinkwasser

Mineralwasser ist die einzige Magnesiumquelle ohne Phytat und Oxalat — das Magnesium liegt frei als Ion vor. Die Spanne im Handel reicht von 1 bis über 300 mg pro Liter. Dreh die Flasche um, dort steht die Analyse.

Anhaltspunkte: Leitungswasser Norddeutschland oft 2–20 · Leitungswasser München 21 · ab 50 darf ein Wasser „magnesiumhaltig" heißen · Gerolsteiner Sprudel 108 · Gerolsteiner Ursprung 167 · Nürburg Quelle 241. Alles Hersteller- oder Versorgerangaben, prüf Deine Flasche.

Aus Deinem Präparat kommt an
303 mg
elementares Magnesium pro Tag
Anteil der Verbindung
—
Magnesium am Gesamtgewicht
Referenzmenge (NRV)
—
bezogen auf 375 mg
BfR-Höchstmenge
—
250 mg aus Präparaten
Aus dem Wasser
—
zählt nicht gegen die BfR-Grenze
Dein Tagesbedarf
—
Referenz plus Zuschläge

Zusatzprüfung

Passen die Angaben auf Deiner Dose zusammen?

Wenn auf Deiner Packung beide Zahlen stehen — Verbindungsgewicht und Magnesiumgehalt — kannst Du prüfen, ob sie chemisch möglich sind. Liegt der Anteil über dem Maximum der Form, steckt etwas anderes mit drin.

Alle Formen im Vergleich

Der Elementaranteil ergibt sich aus der Molmasse und ist eine feste chemische Größe — kein Herstellerwert. Die Aufnahme im Darm ist etwas anderes: Sie hängt von der Löslichkeit ab, und dort schneidet ausgerechnet die magnesiumreichste Form am schlechtesten ab.

VerbindungElementarAus 1.000 mgFür 300 mgAufnahme im Darm
Der Widerspruch, den die Tabelle sichtbar macht Magnesiumoxid führt die Tabelle mit 60,3 Prozent an — und wird zu etwa vier Prozent aufgenommen. Die Form mit dem meisten Magnesium ist die mit dem geringsten Nutzen. Wer nur auf den Elementaranteil schaut, wählt genau falsch.

Deshalb steht in der letzten Spalte, was der Darm tatsächlich aufnimmt. Beide Spalten zusammen ergeben erst ein Bild.

So wird gerechnet

Kein Wert stammt aus einer Datenbank, die Du nicht einsehen kannst. Jeder Schritt lässt sich mit dem Taschenrechner nachvollziehen.

Schritt 1

Der Elementaranteil kommt aus der Molmasse

Magnesium wiegt 24,305 g/mol. Bei Magnesiumbisglycinat wiegt das ganze Molekül 172,43 g/mol. Daraus folgt: 24,305 ÷ 172,43 = 14,1 %.

Das ist Chemie, keine Herstellerangabe. Kein Bisglycinat der Welt kann mehr als 14,1 Prozent Magnesium enthalten.

Schritt 2

Umgerechnet wird nur, wenn nötig

Steht auf Deiner Dose „Magnesium: 100 mg" in der Nährwerttabelle, sind das bereits 100 mg elementar — die EU-Lebensmittelinformationsverordnung schreibt vor, dass dort der Mineralstoff steht und nicht das Salz. Dann wird nicht umgerechnet.

Steht dort „1.000 mg Magnesiumcitrat", wird gerechnet: 1.000 × 16,2 % = 162 mg.

Schritt 3

Der Bedarf setzt sich aus drei Teilen zusammen

Referenzwert der DGE (350 mg Mann, 300 mg Frau), ein Trainingszuschlag von 10 bis 20 Prozent, und der Schweißverlust mit 4 bis 15 mg pro Liter.

Der Schweißanteil ist der ehrlichste Teil dieser Rechnung: Selbst drei Liter Schweiß kosten Dich nur 12 bis 45 Milligramm Magnesium. Das ist erheblich weniger, als die meisten annehmen — und weit weniger, als beim Natrium verloren geht.

Schritt 4

Die Höchstmenge ist keine Erfindung

Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt 250 mg als Höchstmenge für Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln — auf mehrere Portionen verteilt. Oberhalb davon steigt vor allem die abführende Wirkung.

Wichtig: Diese Grenze gilt für Präparate, nicht für Lebensmittel. Magnesium aus Nüssen, Hülsenfrüchten oder Vollkorn zählt nicht dagegen.

Was dieser Rechner nicht kann

Drei Einschränkungen, die Du kennen solltest Erstens: Er rechnet Zufuhr, nicht Aufnahme. Wie viel von den errechneten Milligramm tatsächlich ins Blut gelangt, hängt von der Form, vom Mageninhalt, von Phytat und Oxalat in der Mahlzeit und von Deiner individuellen Verdauung ab. Die Angaben zur Aufnahme in der Tabelle sind Größenordnungen aus Studien, keine persönliche Prognose.

Zweitens: Er kennt Deine Blutwerte nicht. Der Magnesiumspiegel im Serum ist ohnehin ein schlechter Indikator — der Körper hält ihn konstant, indem er den Knochenspeicher plündert. Ein normaler Wert schließt einen Mangel nicht aus.

Drittens: Er ersetzt keine ärztliche Beurteilung. Bei Nierenerkrankung, bei Herzrhythmusstörungen und bei bestimmten Medikamenten gelten völlig andere Regeln — dort kann zu viel Magnesium gefährlich werden.
Und ein Hinweis zu Mischpräparaten Viele Produkte enthalten zwei oder drei Magnesiumformen gleichzeitig. Häufig ist die günstigste Form die mengenmäßig größte, während die teure Form nur in kleiner Menge dabei ist und trotzdem den Namen auf der Vorderseite liefert.

Die Nährwerttabelle löst das auf: Dort steht der Gesamtgehalt an Magnesium, unabhängig von der Zusammensetzung. Wenn Du wissen willst, wie sich das aufteilt, rechne jede Form mit ihrer eigenen Menge einzeln durch — dieser Rechner nimmt immer eine Form auf einmal.

Dieser Rechner dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung. Die Elementaranteile ergeben sich aus den Molmassen der jeweiligen Verbindungen; Angaben zur Aufnahme im Darm sind Größenordnungen aus der Fachliteratur und keine individuelle Prognose. Bei eingeschränkter Nierenfunktion, Herzrhythmusstörungen, Myasthenia gravis sowie bei Einnahme von Antibiotika, Bisphosphonaten, Schilddrüsenhormonen oder Diuretika ist vor einer Magnesiumergänzung ärztliche Rücksprache erforderlich — Magnesium kann die Aufnahme mehrerer Medikamente behindern und bei eingeschränkter Nierenfunktion gefährlich ansteigen. Die genannte Höchstmenge von 250 mg bezieht sich auf die Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung für Nahrungsergänzungsmittel. Es werden keine Daten übertragen; alle Berechnungen laufen im Browser.